Keine Aufstachelung zum Hass: Geert Wilders ist frei

Der Islamgegner Geert Wilders hatte den Koran mit Adolf Hitlers Pamphlet "Mein Kampf" verglichen. Ein Gericht in Amsterdam sprach ihn nun von dem Vorwurf der Aufstachelung zum Hass gegen Muslime frei.

Das Gericht erachtete den Chef der rechtspopulistischen Partei für die Freiheit (PVV) auch nicht der Diskriminierung und Beleidigung von Anhängern des Islam für schuldig. Mehrfach hatte sich der Niederländer öffentlich, in Internetforen aber auch in seinem islamkritischen Kurzfilm Fitna den Koran mit Adolf Hitlers Pamphlet „Mein Kampf“ verglichen. In diesem Zusammenhang bezeichnete er den Islam unter anderem als faschistische Ideologie von Terroristen.

Gericht folgte Antrag der Staatsanwaltschaft

Der Vorsitzende Richter Richter Marcel van Oosten erachtete derlei Äußerungen zwar als „äußerst grob, aber nicht strafbar“. Das Gericht folgte nun der Verteidigung und auch der Staatsanwaltschaft. Beide hatten Freispruch gefordert. Wilders selbst berief sich in seinem Schlusswort auf das Recht der freien Meinungsäußerung.

Der Prozess lief seit Oktober 2010. Im Falle einer Verurteilung hätten dem 47-Jährigen eintweder ein Jahr Gefängnis oder eine Geldstrafe von bis zu 7600 Euro gedroht.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.