Bodrum: Mehr als eine wilde Partystadt

Bodrum liegt in der türkischen Provinz Mugla mit etwas über 30.000 Einwohnern. Die Stadt gilt als der schönste Urlaubsort an der südlichen Ägäis. Neben dem gewaltigen Kastell St. Peter finden Sie hier auch die Überreste des ersten Mausoleums der Welt.

Neben einem Jachthafen gibt es auch einen Fährhafen, von dem aus die griechische Insel Kos angesteuert wird. Jüngst geriet Bodrum wegen gepanschtem Alkohol auf einer Kreuzfahrt in die Schlagzeilen, aber das soll nicht dem beliebten Urlaubsziel angelastet werden.

Die Straßen Bodrums werden von Palmen gerahmt, auf den Hügeln um die Stadt stehen hübsche weiße Häuser und Villen. Im Stadtkern des heutigen Bodrum rund um den Hafen finden sich viele Basar-artige Geschäfte, Bars und Restaurants. Die Hauptader bildet die autofreie „Cumhurriyet Caddesi“, bei Reisenden im Türkei Urlaub besser bekannt als „Bar-Straße“. Auch Souvenirläden, Juwelier- und Ledergeschäfte laden hier zum Feilschen ein.

Zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten in Bodrum zählen Segeln, Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen. Ruhe wird man hier aber nicht finden. Bei dröhnenden Bässen aus unzähligen Diskotheken ist an Schlafen vor Morgengrauen nicht zu denken. Wer aber mit einem Türkei Urlaub Meer und Party verbindet, der ist hier genau richtig.

Türkei Reisen zum Fundort eines der größten Liebesbeweise der Menschheit

Weltberühmt wurde Bordrum aber vor allem durch das prächtige Grab von König Mausolos, das prägend für den Begriff Mausoleum war. Diese Grabstätte zählte zu den sieben Weltwundern der Antike. Aus den Überresten, die bei den Ausgrabungen gefunden wurden und aus Überlieferungen lässt sich schließen, dass der Grundriss rechteckig war. Auf einem hohen Sockel stand ein Grabtempel, dieser war von 36 Säulen umgeben. Das Dach hatte die Form einer Stufenpyramide. Man nimmt Außenmaße von ca. 38 x 32 m an, die Höhe wird auf ca. 45 m geschätzt. Einige Quellen besagen, König Mausolos habe sein gewaltiges Grabmal selbst in Auftrag gegeben. Andere behaupten, es habe sich anders zugetragen:

Die Schwester und Frau von König Mausolos II, Artemisias II., soll so groß gewesen sein, dass sie seinen Tod fast nicht ertragen konnte. Deshalb zermalmte sie den glühenden Leichnam ihres Gemahls, mischte ihn mit Wasser und Duftmitteln und trank die Mixtur. So wollte sie ein lebendes Grabmal für Mausolos werden. Daraufhin gab sie den Bau eines gigantischen Monuments in Auftrag, das den König auf alle Zeit unvergesslich machen sollte. Vier Jahre später starb sie und erlebte die Vollendung nie. Originalteile des allerersten Mausoleums befinden sich im britischen Museum in London. Ebenso bekannt wie König Mausolos ist der Historiker Herodot. Der „Vater der Geschichtsschreibung“ wurde im Jahr 485 v. Chr. in Bodrum geboren.

Sehenswert in Bodrum ist vor allem das Kastell von St. Peter – fast vollständig erhalten und eine der gewaltigsten Ritterburgen Europas. 1420 wurde die Burg von Kreuzrittern errichtet. 1523 wurde die Stadt, wie so viele andere, Teil des Osmanischen Reichs. Das Kastell St. Peter wurde dann bis ins 20. Jahrhundert hinein als Verbannungsort genutzt. Heute findet sich hier auch ein beeindruckendes Unterwassermuseum, mit dem Schiff von Uluburun, einem Wrack aus der Bronzezeit.

 

 

 

 

 

 

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