Entwarnung: EHEC im Trinkwasser unwahrscheinlich

Der Präsident des Umweltbundesamts (UBA), Jochen Flasbarth, hat am Sonntag vor "unbegründeter Panikmache" gewarnt. Das UBA schließt eine Gefahr für das Trinkwasser durch die gefährlichen EHEC-Bakterien weiterhin aus.

Zuvor gab es Meldungen, wonach Martin Exner, Direktor des Hygiene-Instituts der Uniklinik Bonn und gleichzeitig ebenfalls Vorsitzender der Trinkwasserkommission des Umweltbundesamts, erklärte, dass die „Gefahr durch eine mikrobiologische Belastung des Trinkwassers (…) bisher absolut unterschätzt“ wurde. Besonders kleinere Wasserwerke gelten seiner Ansicht nach als gefährdet.

Keine Hinweise auf EHEC-Vermehrung in Gewässern

Flasbarth kritisierte nun: „So mancher Experte wäre gut beraten, von unbedachten Katastrophenmeldungen abzusehen.“ Die mit unabhängigen Wissenschaftlern besetzte Trinkwasser-Kommission beim UBA verneint eine Gefahr für das Trinkwasser durch den aktuellen EHEC-Ausbruchstamm. Das Umweltbundesamt stellt klar: Da der Anteil an EHEC-Kranken in der Bevölkerung sehr gering sei, gebe es unter den im Abwasser vorkommenden Darmbakterien nur in Ausnahmen EHEC. Bislang gebe es keinerlei Hinweise darauf, dass der EHEC-Stamm, der die aktuelle Erkrankungswelle ausgelöst hat, sich in Gewässern vermehren könne.

Auch im hessischen Erlenbach bei Frankfurt, so teilt das Amt weiter mit, lässt sich der der gefährliche EHEC-Erreger O104:H4 nicht mehr nachweisen. Der Darmkeim wurde Mitte Juni in Proben des Erlenbachs entdeckt. Im Nordosten der hessischen Metropole gelegen, befindet er sich unweit des Hofes, auf dem zuvor ein mit EHEC belasteter Salat entdeckt worden war.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.