Frauenfußball-WM: Deutschland gewinnt mit 2:1

Gelungener Auftakt im Berliner Olympia-Stadion: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft gewinnt mit 2:1 gegen Kanada und legt damit einen exzellenten Auftakt für die kommenden Tage hin. Bis 17. Juli dreht sich nach 2006 erneut alles um das runde Leder.

„2:0, das ist ein ordentliches Polster“, urteilte Angela Merkel bereits zur Halbzeitpause. Die Bundeskanzlerin zeigte sich zuversichtlich für die nächsten Wochen: „Ich traue der deutschen Mannschaft eine ganze Menge zu.“ Ein glatter „Durchlauf“ zum Sieg, wie viele im Vorfeld prognostizierten, dürfte es allerdings nicht werden. Bereits in der Eröffnungspartie ließen die Damen eine nicht geringe Anzahl guter Gelegenheiten verstreichen.

Verdiente Führung Deutschlands zur ersten Halbzeit

Dennoch sind die Hoffnungen groß: Immerhin hat die deutsche DFB-Elf einen Titel zu verteidigen. Die Stimmung während der Begegnung war entsprechend. Von Beginn an zeigten sich die Fans euphorisch. „Schiedsrichterin ist eine Australierin – genau wie beim ersten Spiel der letzten WM – und da wurde das DFB-Team ja bekanntlich Weltmeister. Also ein gutes Omen?“, fragen sich manche Medien schon wenige Minuten nach dem Anpfiff. Das erste Tor fällt bereits in der zehnten Minute durch Kerstin Garefrekes (1. FFC Frankfurt). In der 42. Minute dann der zweite Treffer. Célia Okoyino da Mbabi (SC 07 Bad Neuenahr) läuft völlig allein vor das Tor. Sie zieht ab und trifft.

Auch in der zweiten Halbzeit geben die deutschen Damen das Tempo an. „Oh wie ist das schön“, hallt es durch das Stadion. Der nächste Treffer ist einige Male in greifbarer Nähe. Der Atem der Zuschauer stockt immer wieder. Dann, kurz vor dem Schlusspfiff: Gelbe Karte gegen Simone Melanie Laudehr (FCR 2001 Duisburg). Das 2:1 folgt auf dem Fuße. Christine Sinclair verwandelt den Freistoß. Sie sorgt für das erste WM-Gegentor für Deutschland seit 2003.

 

74.000 Fans jubeln im Berliner Olympia-Stadion

Ein glänzender Auftakt nach der offiziellen Eröffnung durch OK-Chefin Steffi Jones sowie Bundespräsident Christian Wulff, der unter dem Jubel von rund 74.000 Zuschauern im ausverkauften Berliner Olympiastadion die magischen Worte sprach: „Hiermit erkläre ich die Frauen-Fußballweltmeisterschaft 2011 für eröffnet.“

Insgesamt 16 Teilnehmerländer kämpfen in den nächsten Wochen um den begehrten Titel. Vor dem Spiel der deutschen Damen hatte Geheimfavorit Frankreich beim Auftakt der Frauen-Fußballweltmeisterschaft in Sinsheim bereits eine markante Marke gesetzt. „Les Bleues“ gewannen am Nachmittag das erste Spiel der Gruppe A mit 1:0 (0:0) gegen Afrikameister Nigeria.

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