Skandalurteil: Felix Sturm siegt gegen Matthew Macklin

Der Mittelgewichts-Champion Felix Sturm konnte am Wochenende seinen Titel gegen den irischen Herausforderer Matthew Macklin verteidigen. Der 32-Jährige siegte nach Punkten. Das Ergebnis ist höchst umstritten.

Bereits am Ende des Kampfes, der am Samstagabend in Köln stattfand, bot Felix Sturm seinem 29-jährigen Kontrahenten eine Revanche an. Der Titelträger im Mittelgewicht des Verbandes WBA konnte während der Partie nicht wirklich überzeugen.

Sieg nach Punkten ist ein Fehlurteil

Sein Herausforderer fühlte sich gar betrogen. „Ich habe genug getan, um diesen Kampf zu gewinnen“, so Macklin nach dem Event. Auch Ex-Profi Axel Schulz kommentierte: „In Irland hätte Felix diesen Kampf nicht gewonnen.“ Zwei Punktrichter werteten 116:112 für Sturm, der dritte Unparteiische schätzte es in den Augen der meisten Anwesenden realistischer ein und vergab 115:113 für Macklin. Für Jean-Marcel Nartz, Mitglied des europäischen Boxverbandes, ist der Sieg Sturms skandalös: „Eine Schande für den deutschen Boxsport. Das ist ein Fehlurteil.“

Am Samstagabend waren fast 20.000 Menschen in der Köln Arena zu Gast. 4,55 Millionen Zuschauer verfolgten den Kampf an den Fernsehschirmen. Das Ergebnis wird in Expertenkreisen als „die schlechteste Entscheidung seit Jahren“ gewertet.

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