Doppelmörder von Bodenfelde: Das Urteil

Der Mörder der 14jährigen Nina und des 13jährigen Tobias hat das höchstmögliche Strafmaß erhalten. Er wird wohl nie mehr in die Freiheit entlassen werden.

Eineinhalb Stunden begründete der Vorsitzende der Kammer, Ralf Günther, das Urteil des Landesgerichts Göttingen. In seinen Ausführungen zollte er der Mutter der 14jährigen Nina Respekt, die den gesamten Prozess über anwesend war, obwohl unzählige brutale Details zum Tathergang ans Licht kamen.

Jan O. tötete zur Befriedigung seines Geschlechtstriebes, aus Heimtücke und zur Verdeckung einer Straftat, befand die Kammer. Nun wird er in eine geschlossene Psychiatrie für Rechtsbrecher überführt. Sollte eines Tages ein psychiatrischer Gutachter eine erfolgreiche Therapie der Persönlichkeitsstörung attestieren, muss er eine lebenslange Freiheitsstrafe antreten. Hat er diese abgebüßt, gelangt er in Sicherungsverwahrung. Diese dient dem Schutz der Allgemeinheit und ist unbefristet. In Freiheit wird er wohl nie mehr entlassen, auch wenn sein umfassendes Geständnis sich strafmildernd ausgewirkt hat.

Jan O. hat seinen Anwalt, Markus Fischer, bereits gebeten, das Urteil anzufechten. Dieser prüft momentan, ob er in Revision gehen kann.

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