Dramatische Zuspitzung: Türkei erwägt Militärschlag gegen Syrien

Die Lage an der syrisch-türkischen Grenze droht außer Kontrolle zu geraten: Türkische Diplomaten haben mehrere europäische Regierungen informiert, dass sie eine militärische Akion gegen Syrien ausführen könnten.

Wie die kuwaitische Zeitung As-Seyassah berichtet, haben türkische Diplomaten Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und die Nato informiert, dass sie eine militärische Offensive gegen Syrien in Aleppo, Homs, Hama und Latakia starten könnten. Die Zeitung beruft sich auf einen ungenannten britischen Diplomaten, wie die Website nowlebanon.com berichtet.

Damit könnte die Türkei auf den massiven Aufmarsch von syrischen Truppen reagieren. Am Montag traf sich der nationale Sicherheitsrat der Türkei und beriet mit Präsident Gül die Lage. Schon seit einiger Zeit versucht die Türkei, den Westen auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen.

Die Armee von Baschar al Assad versucht mit allen Mitteln, den Flüchtlingsstrom in die Türkei zu stoppen. Daher erwägt auch die Türkei, die Truppen an der Grenze zu verstärken. Erst vor kurzem haben türkische Generäle die Grenze in der Provinz Hatay besichtigt, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Dem Zeitungsbericht zufolge fürchtet die Türkei Grenzverletzungen der syrischen Armee. Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Gewaltexzesse der Syrer scharf verurteilt.

Die Zuspitzung könnte auch den Iran auf den Plan rufen. Ein Kolumnist der der Hisbollah nahestehenden Zeitung al Akhbar behauptete, dass der Iran gegen die Nato vorgehen würde, sollte eine Militäroperation gegen Syrien von der Türkei ausgehen. Dann werde der Iran Nato- und US-Stützpunkte in der Türkei bombardieren. Der Kolumnist schrieb, dass der Iran das syrische Regime stützen wolle, um die Veränderungen der „arabischen Revolution“ von Iran und Libanon fernzuhalten.

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