Box-Duell: Klitschko und Haye auf Konfrontationskurs

Am kommenden Samstag ist es soweit: Wladimir Klitschko trifft in Hamburg auf David Haye. Der WM-Kampf verspricht eines der spannendsten Duelle der letzten Jahre zu werden. Bereits fünf Tage vor dem großen Showdown attackieren sich die Gegner bereits verbal.

Die Hand geben wollte David Haye seinem Herausforderer Wladimier Klitschko während der am Montag stattgefundenen Pressekonferenz nicht. Das täte er, wenn er ihm am Sonntag im Krankenhaus besuchen käme. Der 30-Jährige, der seinen WBA-Titel im Schwergewicht verteidigen muss, ließ keinen Zweifel an seiner Abneigung gegenüber dem gebürtigen Ukrainer. Nicht mal in einem Raum wollte er mit „Dr. Steelhammer“ sein.

Am Samstagabend ab 21.45 Uhr wolle er den promovierten Sportwissenschaftler „zerstören, so schnell wie möglich“. Der Brite gab sich selbstbewusst: „Ich bin schneller und stärker als je zuvor.“ Der 35-jährige Klitschko reagierte auf die Provokationen mehr als gelassen. „Ich habe seit zwei Jahren einen Traum. Ich wünsche mir, dass es über zwölf Runden geht. Und in der letzten Runde werde ich ihn ausknocken“, ließ er ihn nach dessen verbalen Attacken wissen. Er werde ihn in die Realität zurückholen.

45.000 Menschen in der Fußballarena des Hamburger SV

In der Fußballarena des Hamburger SV, die an diesem Abend 45.000 Menschen Platz bietet, geht es dann ans Eingemachte. Millionen Fernsehzuschauer in insgesamt 150 Ländern werden ebenfalls dabei sein. Die Bilanz beider Schwergewichte kann sich sehen lassen: Haye hat von bisher 26 Profikämpfen ganze 25 gewonnen, einen verloren. Auch Klitschko bringt es in 58 Kämpfen auf 55 Siege und nur drei Niederlagen.

Die Rivalität zwischen Haye und den Klitschkos ist indess kein neues Phänomen. Seit 2008 kommt es immer wieder so verbalen Ausfällen. Erst vor zwei Wochen stellte Haye, der im Oktober seine Boxhandschuhe endgültig an den Nagel hängen will, sein neues Handyspiel namens „David Haye’s Knockout“ vor, bei dem man einem virtuellen Gegner den Kopf abschlagen muss. „Mein Gegner in diesem Spiel ist ein sehr großer Osteuropäer. Am 2. Juli wird jeder sehen, wer genau dieser Typ ist, dem ich den Kopf wegblase“, so Haye.

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