Türkisch-syrische Grenze: Zahl der Flüchtlinge geht zurück

Nach den großen Flüchtlingsströmen vom vergangenen Wochenende hat sich die Lage an der syrischen Grenze nun offenbar ein wenig beruhigt. Die türkische Katastrophenschutzbehörde (AFAD) teilte mit, dass die Zahl der Flüchtlinge auf 11.122 gesunken sei.

Zuletzt strömten allein in den letzten Tagen nahezu 1500 Menschen von Syrien in die Türkei. Fast 12.000 waren bisher vor den Unruhen in ihrer Heimat geflohen. 375 Flüchtlinge seien nun, so teilt AFAD mit, aus eigenem Antrieb zurückgekehrt. 39 wurden von der Türkei aufgenommen.

Türkei versorgt die Flüchtlinge weiter

In der Grenzprovinz Hatay werden die Flüchtlinge in insgesamt fünf Zeltstädten des Roten Halbmonds aufgenommen und versorgt. So würden zum Beispiel syrische Kinder in den Zeltstädten geimpft. Außerdem stehen vier mobile Küchen, 22 portable Toiletten und zwei mobile Kliniken in den Camps zr Verfügung. 50 Syrer, einige unter ihnen haben Schusswunden erlitten, sind derzeit in Krankenhäusern untergebracht. Zudem wird derzeit ein weiteres Camp mit 800 Zelten, das bald Platz für 4.000 Menschen bieten soll, errichtet. Auch die Menschen auf der syrischen Grenzseite werden von den türkischen Behörden weiterhin mit Nahrungsmitteln versorgt.

Gerüchte um syrische Scharfschützen

Es gab Gerüchte, dass die syrische Armee Scharfschützen in der Nähe der syrisch-türkischen Grenze postiert habe, um den Strom der Menschen in die Türkei einzudämmen oder gar ganz zu verhindern. Außerdem sollen Bewohner in Hatay, die Familie in Syrien haben, informiert worden sein, dass das tägliche Leben Jisr Al-Soughour, wo es kürzlich zu tödlichen Zusammenstößen zwischen der syrischen Armee und oppositionellen Gruppen kam, wieder aufgenommen wurde.

Inwieweit das den Tatsachen entspricht lässt sich von türkischer Seite jedoch nur schwer verifizieren. Noch immer verhindert Syrien, dass Journalisten  ins Land kommen.

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