Kehrtwende: Nun umgarnt der Iran die Türkei!

Der Iran hat Berichte zurückgewiesen, wonach das Land NATO Stützpunkte in der Türkei angreifen könnte. Stattdessen kommen nun Schalmeienklänge aus Teheran: Eine iranisch-türkisch-syrische Achse wäre das Beste für die Region. Der Westen solle sich lieber um seine Probleme in Afghanistan kümmern.

Erst vor wenigen Tagen ließ der Beitrag eines Kolumnisten der der Hisbollah nahestehenden libanesischen Zeitung „al Akhbar“ die Öffentlichkeit aufhorchen: Der Autor schrieb, dass der Iran gegen die Nato vorgehen würde, sollte von der Türkei eine Militäroperation gegen Syrien ausgehen. Es sei denkbar, dass der Iran Nato- und US-Stützpunkte in der Türkei bombardieren könnte. Nur wenig später folgte die Präsentation unterirdischer Waffensilos. Die dort gelagerten Raketen könnten die gesamte Region bedrohen. Dieser Beitrag lief immerhin im iranischen Staatsfernsehen.

Westen verbreitet unwahre Behauptungen

Am Dienstag versucht nun Ramin Mehmanparast, Sprecher des iranischen Außenministeriums, im Rahmen einer Pressekonferenz abzuwiegeln: „Es gab Berichte, dass die NATO Syrien von der Türkei aus angreifen wolle und dass der Iran die Türkei bedroht habe. Das sind unwahre Behauptungen, die die westlichen Medien versuchen zu verbreiten.“

Mehmanparast unterstrich zudem, dass der Iran und die Türkei gute Beziehungen zueinander pflegten und dass sogar Potential für einen weiteren Ausbau bestehen würde. Seiner Meinung nach sei die NATO nicht im Imstande, sich hier einzumischen, schließlich hätte man genug mit Afghanistan zu tun.

Stärkung der türkisch-syrisch-iranischen Bande

Durch die anhaltenden Unruhen in Syrien haben sich die Spannungen zum Nachbarn Türkei in letzter Zeit zunehmend erhöht. Mehr als 10.000 Flüchtlinge befinden sich derzeit auf türkischem Gebiet. Die Türkei hatte, wie viele westliche Staaten, die gewaltsame Niederschlagung der Proteste durch die syrischen Sicherheitskräfte massiv kritisiert und sie als „grausam“ bezeichnet.

Es gab Vermutungen, dass sich die Spannungen auch auf das Verhältnis zwischen der Türkei und Iran ausweiten könnten. Immerhin bestehen enge Verbindungen zwischen dem al-Assad-Regime und Teheran. Mehmanparast forderte jetzt eine Stärkung der türkisch-syrisch-iranischen Bande und sprach sich gegen jegliche ausländische Intervention in der Region aus. Seiner Meinung nach würden die Länder in dieser Region den größten Nutzen haben, wenn ausländische Einmischung verhindert werde. Er ist sich sicher: „Die türkischen Beamten sind klug genug, sich nicht in Spielchen des Westens verwickeln zu lassen.“

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