Ein Türke unter den Opfern in Kabul

Der Mitarbeiter einer Istanbuler Fluglinie starb am Dienstag gemeinsam mit seinem spanischen Kollegen während eines Taliban-Angriffs auf das Hotel Intercontinental in Kabul.

Nach Angaben aus türkischen Luftfahrtkreisen soll es sich um einen spanischen Piloten handeln. Die Identität des türkischen Mannes ist weiterhin ungeklärt.

Insgesamt soll der Anschlag elf Hotelgästen, Angestellten und Polizisten sowie den acht Attentätern das Leben gekostet haben. Nato-Soldaten und einheimische Truppen konnten den Angriff, der gegen 22.00 Uhr hoch auf einem Hügel der Stadt begann, erst nach fünfstündigen Schießereien beenden. Die afghanische Polizei riegelte das Gebäude zunächst systematisch ab. Stromversorgung und Telekommunikationswege wurden gekappt. Die internationalen Schutztruppe Isaf, die kurze Zeit später angefordert wurde, schickte einen Kampfhubschrauber. Die Attentäter waren mit Raketenwerfern und Sprengstoffwesten bewaffnet.

Mehr als 400 Menschen sterben in den letzten sechs Jahren

Zu Zeitpunkt des Angriffs war das Hotel, das gleich von mehreren Sicherheitsanlagen umgeben ist, so gut wie ausgebucht. Am Vortag hatte eine Gruppe der Afpak-Sondergesandten getagt. Am Mittwoch war eine Regierungskonferenz zur Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen angesetzt.

Der Anschlag reiht sich ein in eine ganze Liste von Anschlägen auf Luxushotels, darunter etwa das Ritz in Jakarta, das Taj Mahal in Mumbai oder das Grand Hyatt in Amman. In den vergangenen sechs Jahren gab es insgesamt neun Anschläge. Rund 400 Menschen sterben. Zuletzt traf es ein Hotel im nordpakistanischen Peshawar. Dort sprengte sich ein Selbstmordattentäter auf einem Motorrad in die Luft.

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