Idizem e.V.: „Wohin geht die türkische Gesellschaft?“

An diesem Donnerstag wird sich in München mit der "Rolle der Medien bei der demokratischen Entwicklung der Türkei" auseinandergesetzt. Hierzu lädt das Interkulturelle Dialogzentrum Idizem e.V. in den Presseclub München.

„Die Türkei hat viele Gesichter: modern und archaisch, säkular und muslimisch, europäisch und orientalisch“, beschreiben die Organisatoren die Mehrdimensionalität der türkischen Gesellschaft. Doch der tiefgreifende Wandel, in dem sich Türkei seit zehn Jahren befinde, stelle das Land  nun vor eine Zerreißprobe. Nicht nur politisch, auch in Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur gäbe es Spannungen.

Die aktuellen Entwicklungen bringen für die Türkei zahlreiche Strukturänderungen, so die Einschätzung von Idizem e.V., die die Veranstaltung gemeinsam mit dem Internationalen Presseclub München sowie dem Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU organsieren. Einiges ist ihrer Meinung nach schon geschafft: „Innenpolitische Reformen haben bereits zu mehr Demokratie, Stabilität und Rechtsstaatlichkeit geführt. Außenpolitisch wird die Türkei immer mehr zur Regionalmacht mit überregionalen Ambitionen.“

Veränderungen in der Türkei betreffen ganz Europa

Wichtige Themen würden allerdings noch immer auf Veränderung warten: Dazu gehören die Meinungs- und Pressefreiheit, die Demokratisierung der Institutionen sowie die Änderung der Verfassung. Nicht nur für den Münchner Verein stellen sich hier gleich mehrere Fragen: „In welche Richtung entwickelt sich die Türkei? Wohin geht die türkische Gesellschaft?“ Die Veränderungen seien für ganz Europa von enormer Tragweite.

Gemeinsam mit dem langjährigen Leiter des Deutschen Orieninstitutes und Nahostexperte Prof. Dr. Udo Steinbach, der bekannten türkischen Journalisten Oral Calislar (Kolumnist bei „Radikal“) und Ergun Babahan (Kolumnist bei „Star“) sowie Prof. Dr. Thomas Hanitzsch vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU soll diesen Fragen ab 19.00 Uhr gemeinsam auf den Grund gegangen werden.

Anmeldung: erforderlich unter info@idizem.de

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