Kurz vor dem Duell: Rasen-Allergie hält Sabine Lisicki nicht auf

An diesem Donnerstagnachmittag um 16 Uhr ist es soweit: Die Deutsche Sabine Lisicki tritt gegen die Russin Maria Scharapowa im Halbfinale von Wimbleon an. Alle Hoffnungen ruhen auf der 21-Jährigen, die die Chance ihres Lebens ausgerechnet auf Rasen bestehen muss.

Überraschend war die junge Berlinerin am Dienstag ins Halbfinale eingezogen. Nicht einmal der Donner, der über dem britischem Himmel hing, konnte die junge Frau nachhaltig beeindrucken. Nach einer kurzen Schrecksekunde kämpfte sie auf dem Centre Court meisterhaft gegen die Französin Marion Bartoli an und gewann.

Ob der Tennisspielerin heute ihre Rasen-Allergie einen Strich durch die Rechnung macht? Neben einer kürzlich festgestellten Gluten-Allergie reagiert die „Miss 200 km/h“ nun auch auf ihren ausgemachten Lieblingsbelag.  Sie selbst zeigt sich unbeeindruckt: „Ich bin härter im Nehmen geworden“, so Lisicki. Weder Verletzungen noch Allergien könnten sie mittlerweile noch „umhauen“.

Wimbledons „heiliger Rasen“ hat Ausnahmestellung

Normalerweise ist eine solche Allergie kein Problem. Sand- und Kunstplätze dominieren die Tennislandschaft. Doch in Großbritannien ist das anders: Wimbledon ist nicht nur das älteste und prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt, sondern darüber hinaus das einzige, das noch auf dem so genannten „heiligen Rasen“ gespielt wird.

Das Leid einer Rasen-Allergie teilt sie mit anderen prominenten Sportlern. So reagierte etwa Mario Balotelli beim Europa-League-Spiel zwischen Dynamo Kiew und Manchester City allergisch auf den Rasen im Stadion der Ukrainer. Der Torjäger hatte Schwierigkeiten, zur zweiten Halbzeit überhaupt auf das Spielfeld zurückzukehren. Ähnlich ergeht es Girondins-Kicker Yoann Gouffran. Der leidet an heftigen Nies-Attacken auf dem Spielfeld. Auch Wolfsburgs Nationalstürmer Mike Hanke ist betroffen.

Tropfen und Salben helfen gegen Allergie-Symptome

Patienten leiden besonders im Frühjahr und Sommer unter den Symptomen, die mit einem Heuschnupfen vergleichbar sind. Ursächlich für starken Niesen, Hautausschlag, Kopfschmerzen und Co. sind die im Gras befindlichen Pollen. Spezielle Salben und Lotionen, auch Augentropfen, helfen den Betroffenen.

Sabine Lisicki trifft gegen 16.00 Uhr im ersten Major-Halbfinal ihrer Karriere auf die Turniersiegerin von 2004, die Weißrussin Maria Scharapowa.

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