Strauss-Kahns Maid: Eine Muslima mit Hang zum Alkohol?

Im Mai hatte sie ihr Bruder noch als strenggläubige Muslima mit Kopftuch bezeichnet. Privatdetektive, die Strauss-Kahns Verteidiger engagiert haben, bringen jetzt ans Licht. Das aus Guinea stammende Zimmermädchen war der New Yorker Partyszene nicht abgeneigt.

Kurz nach der Verhaftung des ehemaligen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn hat der Bruder des mutmaßlichen Sexopfers mit Verweis auf ihren muslimischen Glauben ausgeschlossen, dass seine Schwester dem Franzosen eine Falle stellen wollte. Gegenüber einer Zeitung „Le Parisien“ erklärte er: „Sie kannte ihn nicht. (…) Meine Schwester ist unfähig, sich eine solche Geschichte auszudenken. Sie ist praktizierende Muslimin und trägt Kopftuch.“

Detektive finden Photos aus der Partyszene

Offenbar hatte die 32-jährige Frau, deren Glaubwürdigkeit derzeit massiv in Frage gestellt wird, aber noch eine andere Seite. Das wollen von Strauss-Kahns Team engagierte Detektive herausgefunden haben. Diese sollten im Zuge des Prozesses tief in der Vergangenheit der jungen Frau graben. So wie es aussieht mit Erfolg: Sie förderten Photos des Zimmermädchens zu Tage, auf denen sie, trotz ihres strengen Glaubens, ausgelassen feiert und Alkohol trinkt.

Für die Ermittler ergeben sich daraus eine Menge Fragen. Strauss-Kahn hatte zugegeben einvernehmlichen Sex mit ihr gehabt zu haben. Sie wiederum erklärte, er habe sie gezwungen Oralsex zu praktizieren, nachdem sie versehentlich in sein Zimmer gekommen war während er unter der Dusche stand. Am Tag des Geschehens soll sie jedoch auch mit einem Mann telefoniert haben, der wegen Drogenhandels im Gefängnis sitzt, und mit ihm darüber gesprochen haben, wie man Kapital aus der Sache schlagen könnte. Das Gespräch wurde von den Behörden aufgezeichnet.

Während die Anklage gegen Strauss-Kahn nun massiv zu wackeln scheint, wünschen sich seine Parteifreunde in Frankreich ein Comeback im Wahlkampf.

Mehr hier und hier.

Lesen Sie dazu außerdem:

Nun also doch: Strauss-Kahn Opfer eines Komplotts?

Mutmaßliches Strauss-Kahn-Opfer war Muslima mit Kopftuch

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.