Zurück in die Politik? DSK spaltet die französische Nation

Der am Freitag aus dem Hausarrest entlassende Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn löst in seiner Heimat Frankreich eine breite Debatte über seine mögliche Rückkehr in die Politik aus. Laut Umfrageergebnissen würde die Hälfte seiner Landsleute einen solchen Schritt begrüßen. Unterdessen wurde neue Details über das mutmaßliche Vergewaltigungs-Opfer bekannt.

Eine Umfrage unter Franzosen im Auftrag der Tageszeitung „Le Parisien“ hat das gespaltene Verhältnis der Franzosen zum 62-jährigen Strauss-Kahn hervorgebracht. Wie die „Washington Post“ berichtet, sprechen sich derzeit nur gut die Hälfte der Bürger für seine Rückkehr auf die französische Politbühne aus.

49 Prozent der Teilnehmer beantworteten die Frage „Ohne im Vorfeld über seine Schuld oder Unschuld zu urteilen: Möchten Sie, dass DSK eines Tages in die französische Politik zurückkehrt?“ mit Ja. 45 Prozent der Leser antworteten mit Nein. Sechs Prozent waren unentschlossen. Im Zuge der Online-Umfrage, die am 1. und 2. Juli eingestellt war, wurden 1000 Personen ab 18 Jahren befragt.

Strauss-Kahn wollte kein Geld für Sex bezahlen

Unterdessen wurde neue Details rund um den Fall bekannt.  So soll sich das Zimmermädchen, die den ehemaligen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn der Vergewaltitgung beschuldigt, sehr wohl über den VIP-Status des Gastes bewusst gewesen sein, bevor sie in sein Zimmer trat – und plante, ihre Hände tief in seine Taschen zu stecken. „Sie dachte, er ist ein reicher Kerl, und sie würde bezahlt werden“, sagte eine nicht näher genannte Person gegenüber der „The New York Post“. Ihr sei gesagt worden, dass es sich bei Strauss-Kahn um eine „Goldgrube“ handle.

Und eine weitere Wendung hat sich in der Zwischenzeit ergeben: Das Zimmermädchen, von dem mittlerweile auch bekannt ist, dass sie sich nebenbei als Prostituierte verdingte, soll nach dem Sex mit Strauss-Kahn Geld von ihm verlangt haben. Der weigerte sich jedoch zu bezahlen.

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