Aphrodisias – Eine Stadt für die Liebesgöttin

Zwischen Aydin und Denizli liegt die antike Stätte Aphrodisias. Bereits 5800 v. Chr. War dieser Ort eine Gebetsstätte für jungsteinzeitliche Bauern, die die Muttergöttin um Fruchtbarkeit und Feldfrüchte baten. Den Namen verdankt der Ort schließlich, wie es sich vermuten lässt, der Verehrung der Liebesgöttin Aphrodite. Als Überbleibsel des Aphrodite-Kults lassem sich noch heute die Überreste des Aphrodite Tempels bestaunen.

In der Antike erlebte die Stadt ihre Blütezeit:  Sie war ein wissenschaftliches, medizinisches und künstlerisches Zentrum. Der Aphrodite-Kult wurde vom Christentum der Spätantike abgelöst. In byzantinischer Zeit wurde der Aphrodite-Tempel zur christlichen Basilika. Der Tempel, der im 1. Jahrhundert nach Christus vollendet wurde, war das Herzstück von Aphrodisias. Beim Umbau zur Kirche riss man Säulen und Mauern ab und verwendete sie zur Erweiterung. 14 Säulen des Tempels wurden später wieder aufgerichtet und zur Stützung des Hauptschiffs der christlichen Basilika verwendet.

In dieser Zeit erhielt die Stadt den Namen Stavropolis („Stadt des Kreuzes“), durchgesetzt hat sich aber der Name Caria, aus dem später der türkische Name Geyre wurde. Verschiedene Erdbeben und Kriege zwischen dem 7. und 13. Jahrhundert zerstörten die Stadt fast völlig. Seit dem 15. Jahrhundert ist das Dorf Geyre wieder neu besiedelt.

Schon seit 1904 finden hier Ausgrabungen statt. Viele Ruinen – so auch die des Aphrodite-Tempels – sind sehr gut erhalten, was die Stätte zu einer der wichtigsten des östlichen Mittelmeerraums macht. Weitere Sehenswürdigkeiten Aphrodisias sind das Odeon, das Theater oder die Bäder von Kaiser Hadrian. Auch ein Stadion ist erhalten. Im örtlichen Museum gibt es eine große Sammlung antiker Statuen. Besuchen Sie auch Ephesus, Laodikea, Patara oder Side.

 

 

 

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.