Türkei hilft Israel beim Stopp der Gaza-Flotilla

Letztes Jahr hatte die Türkei noch selbst an der Flotilla teilgenommen, die gegen den Willen Israels Hilfsgüter in den Gaza-Streifen liefern wollte. Doch bei Auseinandersetzungen mit israelischen Seekommandos kamen neun türkische Aktivisten auf dem Flaggschiff "Mavi Marmara" ums Leben. Dieses Jahr hat die Türkei nicht nur eine Teilnahme an der Flotilla abgelehnt, sondern scheint Israel auch dabei zu unterstützen, die Flotilla an der Einreise in das Sperrgebiet zu hindern.

Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak äußerte gegenüber Medien, die Türkei würde Israel dabei helfen, die diesjährige Gaza-Flotilla aufzuhalten: “Die Regierungen von Griechenland, Zypern und der Türkei arbeiten daran, sie einzugrenzen. Dies ist das Ergebnis der Zusammenarbeit vom Außenministerium, dem Verteidigungsministerium und dem Büro des Ministerpräsidenten.“

Zuvor hatten griechische Sicherheitskräfte den Kapitän eines Schiffs der Flotilla festgenommen. Der 60jährige John Klusmire wird bis zu seiner Gerichtsverhandlung am Dienstag in einer Polizeistation in Piräus festgehalten. Der US-Amerikaner wollte, trotz des Verbots der griechischen Regierung, mit seinem Schiff „Audacity of Hope“ und rund 50 Passagieren an Bord am Samstag aus dem Hafen Keratsini in der Nähe von Piräus auslaufen. Die Regierung in Athen hatte am Freitag ein generelles Verbot ausgesprochen, von Griechenland aus Richtung Gaza in See zu stechen, da Israel vor dem Gazastreifen eine Verbotszone für Schiffe verhängt habe.

Aktivisten haben außerdem Israel beschuldigt, zwei Schiffe beschädigt zu haben, die in der Türkei und in Griechenland angelegt hatten – und die Teil der Flotilla waren. Diese Vorwürfe wies Israel als unwahr zurück.

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