Gepanschter Alkohol: Bootstrip fordert fünftes Todesopfer

Erst Ende Juni war die 22-jährige Viktoria Nikoloeva für hirntot erklärt worden. An diesem Montag ist die junge Frau, die sich während eines Bootstrips russischer Touristen in Bodrum vor gut acht Wochen eine Alkoholvergiftung zugezogen hatte, verstorben. Die Behörden haben mittlerweile Konsequenzen gezogen.

Die 22-Jährige ist nun schon das fünfte Todesopfer im Zusammenhang mit diesem Yachtausflug. Bis zuletzt wurde sie im Akdeniz Universitätskrankenhaus in Antalya behandelt. Am 21. Juni wurde von den Ärzten der Hirntod festgestellt.

Allein im vergangenen Monat wurden 21 russische Touristen, die in Bodrum an der türkischen Ägäis an diesem Ausflug teilgenommen hatten, mit Vergiftungserscheinungen auf Grund gepanschten Alkohols in Krankenhäuser gebracht.

Drei Touristen starben kurz nach dem Trip, der von einer lokalen Firma organisiert wurde. Die 28-jährige Maria Shalyapina starb in einem Krankenhaus in Bodrum, nachdem die Ärzte nicht in der Lage waren die junge Frau zu stabilisieren. Aigul Zalayeva, 20 Jahre alt, verstarb einen Tag nach ihr in Antalya. Das dritte Opfer, Marina Shevelyova, 22 Jahre jung, erlag in Moskau dem Tod bringenden Cocktail. Der Vierte im Bund, der 28-jährige Alexandr Zhbckov verstarb in Denizli.

Türkische Behörden verbieten fünf Alkoholmarken

Die türkischen Behörden haben aus den tragischen Vorfällen mittlerweile Konsequenzen gezogen. Die Behörden gehen nun schärfer gegen den Handel mit billigem Fusel vor. Bisher wurden fünf Alkoholmarken verboten, da sich in den Proben erneut Anteile des hochgiftigen Methylalkohols fanden. Insgesamt wurde bei 22 Untersuchungen Gift-Alkohol gefunden worden.

Ein schärfers Vorgehen bestätigte auch Gözde Sahin, Kulturattaché der Türkischen Botschaft Berlin, gegenüber den Deutsch Türkischen Nachrichten. Bereits Ende Juni erklärte sie: Schwarzbrennerei und die Verbreitung von illegalem Alkohol seien schwere Delikte, die in der Türkei mit hohen Strafen geahndet würden. „Die Kontrollen wurden weiter verschärft, um die Sicherheit der Touristen und aller in der Türkei lebenden Menschen zu garantieren. Zudem werden Hotels, Bars und Restaurants stärker überwacht“, erklärte sie die Bemühungen des Landes.

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