Syrien verurteilt Besuch des US-Botschafters in Hama

Die syrische Regierung hat eine nicht autorisierte Reise des US-Botschafters für die Unruhen in Hama verantwortlich gemacht. Die Vereinigten Staaten hätten damit ganz klar zu Protesten angestachelt.

Die syrische Stadt Hama kommt nicht zur Ruhe. Allein an diesem Freitag sollen rund 450.000 Menschen auf die Straße gegangen sein, um gegen das Regime von Bashar al-Assad zu demonstrieren. Bei den Zusammenkünften nach den Freitagsgebeten soll es der Protesthochburg auch erneut zahlreiche Tote gegeben haben.

Ähnliche Szene ereigneten sich bereits in der letzten Woche. Hundertausende demonstrierten in den Straßen der seit den 80er Jahren in Hand der Opposition befindlichen Stadt. Einen Tag später setzte Präsident Bashar al-Assad den dortigen Gouverneur Ahmad Khaled Abdel Aziz ab.

USA versuchen Konflikt in Syrien zu verschärfen

Jetzt will das syrische Regime den USA die Schuld in die Schuhe schieben. Aus Außenministeriumskreisen heißt es, die Reise des US-Botschafters sei „ein klarer Beweis der amerikanischen Beteiligung an den aktuellen Ereignissen in Syrien“. Man versuche „die Situationen zu verschärfen, die Syrien destabilisieren“.

In der Tat galt der Besuch von Botschafter Robert Ford den Bewohnern von Hama, denen er seine Solidarität demonstrieren wollte. Dass er die Leute zur Gewalt angestachelt haben soll, wies die US-Botschaft entschieden zurück.

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