U17-Star Samed Yesil will nicht für die Türkei spielen

Nach dem Streit zwischen dem Europascout der Türken, Erdal Keser, und DFB-Sportdirektor Matthias Sammer um Spieler der deutschen Fußball-Jugendauswahl stellt Vater Sebahattin Yesil klar: Samed will für Deutschland spielen.

„Ich bin klar dagegen, dass Samed für die türkische Mannschaft spielt. Wir hatten 2010 schon mal Gespräche mit dem türkischen Verband, einfach, um sich alles mal anzuhören. Man hat uns viel versprochen, aber fast nichts gehalten. Mein Sohn trifft die Entscheidung zwar selbst, aber er sagt auch ganz klar, dass er lieber für Deutschland spielen will“, sagte Sebahattin Yesil gegenüber dem „Express„.

Dass in der deutschen U17-Mannschaft acht Spieler türkische Wurzeln haben, findet er „völlig normal“. Sebahattin Yesil „Die Jungs sind hier aufgewachsen, leben hier, sind von deutschen Klubs ausgebildet worden. Da kann man dann nicht einfach so ‚abhauen‘.“

Nur Levin Öztunali, Enkel von Uwe Seeler, für Erdal Keser tabu

Erdal Keser, Europascout der türkischen A-Nationalmannschaft, hatte in dieser Woche behauptet, „zwei, drei Spieler aus der deutschen U17“ hätten zugesagt, für die Türkei spielen zu wollen. DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hatte am Freitag daraufhin scharf mit der Entgegnung reagiert: „Wir sind schon sensibilisiert. Aber Herr Keser hat schon häufiger Blödsinn erzählt.“

In einem früheren Interview hatte Keser erklärt, der einzige Spieler, den er „niemals fragen würde, ob er Lust hätte, für die Türkei zu spielen“, sei Levin Öztunali, Enkel von Uwe Seeler. Das verbiete sich bei „einem Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft“. Der 15-Jährige Öztunali steht im Kader der deutschen U15-Nationalmannschaft.

Große Vereine wie der FC Arsenal London sollen bereits an dem jungen Ausnahme-Stürmer interessiert sein (19 Tore in 20 Länderspielen). Angesichts dieser Trefferquote fühlen sich nicht wenige an eine andere deutsche Spielerlegende erinnert: Sein Spitzname unter Mannschaftskollegen: „Gerd“.

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