Adana – Die reich verzierte Festung Karatepe

Die Metropole Adana ist mit 1,5 Millionen Einwohnern die fünftgrößte Stadt der Türkei. Eine der größten Universitäten, die Çukurova-Universität, befindet sich hier. Zudem hat die Stadt ihren eigenen Döner Kebap, den Adana Kebap. Von Adana aus gelangt man zu einem beeindruckenden Burgpalast mit reich verzierten Reliefs: Der Festung Karatepe.

Adana liegt in der gleichnamigen Provinz, im Süden des Taurusgebirges, ca. 40 km vom Mittelmeer entfernt. Die Stadt ist das Zentrum der türkischen Textilindustrie und hat als Millionenmetropole natürlich einiges zu bieten. Sehenswert im Türkei Urlaub sind beispielsweise die Sabanci-Moschee mit ihren sechs Minaretten, die Große Moschee, die mit weißem und schwarzem Marmor verkleidet ist, das Ethnografische und das Archäologische Museum. Natürlich gibt es allerlei Bars, Restaurants und Freizeitbeschäftigungen, wie in allen großen Städten. Etwa 70 km entfernt vom Treiben der Großstadt gibt es aber noch eine besondere Sehenswürdigkeit: die Festung Karatepe.

Keine Odyssee, aber eine kleine Türkei Reise von Adana bis zur Festung Karatepe

Zugegeben, die Anfahrt von Adana ist nicht die Kürzeste, 135 km nordöstlich von Adana liegt der Burgpalast. Aber wenn man ankommt wird man reich belohnt. Der Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Raoul Schrott geht sogar so weit zu behaupten, dass die beeindruckende Festung von Karatepe Homer als Vorbild für dessen Beschreibung Trojas in der Ilias diente.

Die Festung aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. ist auf einem Hügel am Fluss Seyhan gelegen und stammt aus dem 9. Jahrhundert. Das Team des deutschen Archäologen H. T. Bossert fand die Festung 1946. Sie hat zwei Eingänge, ein Südtor und ein Nordtor mit Inschriften und Reliefs sowohl in phönizischer und hethitischer Schrift. Erstere Schrift war bereits entschlüsselt, mit ihrer Hilfe konnte auch die zweite enträtselt werden.

Vermutlich war Karatepe die Residenz des Hethiterkönigs Azatiwatas, der ab 745 v. Chr. in der Region Adana regierte. Ein innerer und äußerer Mauerring (195×375 m) umgeben Berg, auf dem der Palast stand. Der Zugang erfolgt durch zwei Zeremonialtore. Die Verzierungen weisen auf Einflüsse verschiedener Kulturen hin, wie die altägyptische und assyrische. Archäologen gehen deshalb davon aus, dass der König für ihre Herstellung ausländische Künstler beauftragte. Die Reliefs zeigen üppige Festmahls-, Jagd- und Opferungsszenen.

Der Palast wurde in vier Bauphasen errichtet. Sogar ein eigenes Bewässerungssystem wurde angelegt. Um die feinen antiken Steinmetz-Arbeiten zu schützen, hat man die Tore überdacht. Kleinere Fundstücke wurden restauriert und in einem Freilichtmuseum ausgestellt. Der Karatepe-Hügel gewährt den Ausblick auf einen See der beim Bau des Aslantas-Damms entstanden ist. Von diese aus wird das fruchtbare Ackerland von Adana bewässert. Der Weg von Adana zur Festung ist nicht der Schnellste, aber dennoch ist sie einen Besuch im Türkei Urlaub wert.

 

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