Fußball-Manipulation: Vorstand von Fenerbahçe verärgert über Lynchkampagne

Inmitten des größten Manipulationsskandals, den der türkische Fußball bisher gesehen hat, melden sich nun die Vorstände von Fenerbahçe Istanbul zu Wort. In ihren Augen veranstalten die Medien, die sich nicht gerade diskret verhalten würden, eine regelrechte Hetzkampagne gegen ihren Verein.

Die Vorstandschaft veranstaltete am vergangenen Samstag eine Pressekonferenz zu den anhaltenden Manipulationsvorwürfen. Währenddessen brachten sie auch ihren Unmut darüber zum Ausdruck, dass einige Medien gegen das Team eine Art Lynchkampagne gestartet hätten.

Fenerbahçe baut auf das türkische Rechtssystem

Nihat Özdemir, Vize-Präsident von Fenerbahçe Istanbul, erklärte: „Es gibt eine Lynchkampagne gegen Fenerbahçe. Wie kann die Polizei sagen, dass 19 Spiele untersucht würden, ohne, dass das Gericht darüber entschieden hat. Wie können die Medien harmlose Treffen vor den Spielen als Manipulationen darstellen?“

Der Vize-Präsident hält das Thema Diskretion in diesem Fall für das kritischste Moment. „Die Gesetze gelten für Jedermann. Und wir wollen, dass die Schweigepflicht durch niemanden mehr verletzt wird. Wir respektieren den juristischen Prozess. Allerdings haben sich einige Segmente bereits für fragwürdige Beweise entschieden. Den Prozess verfolgen wir deshalb mit großer Sorge.“ Fenerbahçe hege Vetrauen in das türkische Rechtsstystem und harre dem raschen Ende des Falls. Er glaube zudem nicht, dass ein Präsident und sein Assistent, die beide so hart für diesen Sport arbeiten würden, in einen solchen Manipulations-Skandal verwickelt seien. Nicht nur für Fenerbahçe hätten sie Großartiges geleistet, sondern für den Fußball in der gesamten Türkei. Er hoffe inständig, dass die Türkische Fußball Föderation (TFF) nicht zu einer Entscheidung gedrängt werde.

Nihat Özdemir setzt auf die Unterstützung der Fans

„Der TFF sollte seine Entscheidung nicht übers Knie brechen. Sie sollten uns nicht aus der UEFA Champions League verbannen oder uns absteigen lassen, bevor nicht alle Beweise vor Gericht gehört worden sind und ein Urteil gefallen ist. Sie sollten das Gerichtsverfahren respektieren und in einem ebenso rechtlichen Rahmen entscheiden.“

Noch einmal strich er heraus, dass der Meistertitel in 18 harten Wochen ohne die Hilfe von außen gewonnen worden sei. Jetzt, so betont Özdemir, brauche es die Unterstützung der Fans, der Verein müsse nun eine geschlossene Einheit bilden. Er bedankte sich bei allen, die in dieser Zeit bisher zum Verein stehen würden. Der Prozess, so ist er überzeugt, werde Fenerbahçe noch weiter einen und „unbesiegbar“ machen.

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