Abhörskandal: Gordon Brown und Royals unter den Opfern

Der Abhörskandal in Großbritannien zieht immer weitere Kreise. Jüngste Ermittlungen offenbaren, dass neben Mitgliedern der Königlichen Familie auch der frühere Premierminister Gordon Brown jahrelang von Zeitungen des Medienimperiums von Rupert Murdoch bespitzelt wurde.

Behörden haben Gordon Brown nun darüber informiert, dass er während seiner Zeit als Finanzminister jahrelang von den Blättern „The Sunday Times“ und „The Sun“ ausspinoniert wurde. Browns Handy als auch sein persönliches Konto  sollen damals von Privatdetektiv Glenn Mulcaire im Auftrag von Rupert Murdochs Verlag News International gehackt worden sein. Auch Details aus der Krankenakte von Browns schwer erkranktem kleinen Sohn waren kein Tabu.

Königliches Sicherheitspersonal verkauft Kontaktdaten

Die Spitzel machten selbst vor der königlichen Familie nicht Halt. Unter den insgesamt zehn Opfern sollen sowohl die Queen samt enger Berater sowie Prinz Charles und seine Frau Camilla sein, deren Mailboxes gehackt wurden. Die Zeitung „News of the World“ soll außerdem Kontaktdaten einiger britischer Royals gekauft haben, die ihnen vom Mitgliedern des Sicherheitspersonals der königlichen Familie gegen Geld angeboten wurden.

BSkyB-Kauf durch Rupert Murdoch seit Skandal fraglich

Unterdessen hat die britische Regierung Rupert Murdochs neues Projekt vorerst gestoppt: Die Milliarden-Übernahme des Pay-TV-Unternehmens BSkyB. Vizeregierungschef Nick Clegg forderte Murdoch auf, den Komplettkauf des Konzerns abzusagen.

Am vergangenen Sonntag erschien die letzte Ausgabe der auflagenstärksten Londoner Wochenzeitung „News of the World“. Unter dem Titel „Thank you and Goodbye“ gingen 168 Jahre Zeitungsgeschichte unter.

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