Thomas Bögerl beging Selbstmord: War es der Job?

Schon am Montag galt ein Selbstmord als sehr wahrscheinlich. Jetzt bestätigen die Rechtsmediziner: Thomas Bögerl, Witwer der vor gut einem Jahr entführten und ermodeten Maria Bögerl, hat den Freitod gewählt. Seine Beweggründe liegen nach wie vor im Dunkeln.

Wie die Polizei und Staatsanwaltschaft berichtet, konnten die Ulmer Rechtsmediziner ein Fremdverschulden ausschließen. Auch Alkohol soll nicht im Spiel gewesen sein als sich der Heidenheimer Bankier in seiner Wohnung erhängte. Der Todeszeitpunkt, soll etwa um die Mittagszeit gewesen sein. Die Putzfrau hatte den 56-Jährigen tot in seinem Fitnessraum aufgefunden.

Maria Bögerl war 2010 von Entführern ermordert worden

Am 12. Mai 2010 war seine Frau Maria von bisher unbekannten Tätern entführt und nach einer gescheiterten Lösegeld-Übergabe ermordert worden. Ihre Leiche fand die Polizei am 3. Juni in einem Waldstück auf. Immer wieder in den Medien aufkochende Gerüchte über eine mögliche Beteiligung des Ehemanns erhärteten sich im Zuge der polizeilichen Ermittlungen nicht.

Der Sparkassenchef hat einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem er sich mit kurzen Worten an seine Kinder Christoph, 25 Jahre und Carina, 28 Jahre, wandte, aber keinerlei Angaben zu seinen Beweggründen machte. Nach dem Tod seiner Frau verfiel Bögerl in Depressionen. Zuletzt soll er sich im „Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet“ aufgehalten haben. Zudem gibt es Gerüchte, dass der 56-Jährige kurz davor stand seinen Job zu verlieren. „Er hatte in den vergangenen Monaten, wie er selbst mitteilte, nicht die Kraft, sein Amt auszuüben“, zitiert die „Bild“ den Verwaltungsratsvorsitzenden der Kreissparkasse. Es habe offenbar bereits eine „einvernehmliche Lösung“ gegeben.

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