OIC will in den UN-Sicherheitsrat

Der Generalsekretär der "Organization of Islamic Cooperation" (OIC), Ekmeleddin İhsanoğl, ist der Überzeugung, dass seine Organisation einen Sitz im UN-Sicherheitsrat benötige. Schließlich würde man gut 1,5 Milliarden Muslime weltweit vertreten.

Im Rahmen einer fünftägigen Konferenz in Istanbul sprach der Generalsekretär der Organisation, die bis vor kurzem als „Organisation der Islamischen Konferenz“ bekannt war, am Dienstag vor Studenten, politischen Entscheidungsträgern und Regierungsbeamten. Er stellte heraus, dass die OIC nicht nur Staaten mit einer muslimischen Mehrheit vertrete, sondern darüber hinaus auch gut 500 Millionen Muslime, die in nicht-muslimischen Ländern auf der ganzen Welt leben würden.

Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde die OIC Zielscheibe der Kritik. Ihr wurde vorgeworfen, wenig effektiv zu arbeiten und Angesichts der jüngsten Unruhen, die seit Jahresbeginn herrschen, mit den Herausforderungen der islamischen Welt nicht fertig zu werden.

İhsanoğl beschreibt weltweite Verbundenheit aller Muslime

Ekmeleddin İhsanoğl sieht das allerdings ganz anders. Noch einmal stellte er die Bedeutung der OIC heraus, die als einzige internationale Organisation auf religiösen Werten beruhe. Seiner Meinung nach ist die Geschichte der Leitfaden zum Verständnis der OIC, schließlich unterscheide sich der Islam, durch seinen globalen Zusammenschluss in der Umma, von anderen Gesellschaften. „Es ist ganz egal, zu welcher Ethnie oder Nationalität man gehört, als Moslem fühlt man eine Verbundenheit zu anderen Moslems überall auf der Welt“, so İhsanoğl weiter.

Auch dem Vorwurf der Ineffektivität hatte er etwas entgegenzusetzen. Seit 2005 hat die Organisation viele Niederlassungen und weitere Institutionen ins Leben gerufen. Mit Blick auf den arabischen Frühling habe die OIC einen Aktionsplan für die nächsten zehn Jahre erstellt, den die Mitgliedsstaaten umsetzen sollten. Darin geht es vor allem um Themen wie Menschenrechte, Staatsführung und sozio-ökonomische Entwicklungsstrategien. Dazu gehört auch die Verpflichtung mindestens ein Prozent des eigenen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Forschung, Entwicklung und Bildung zu investieren. Außerdem wurde ein eigener Kommissar für Menschenrechte bestellt.

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