Wieder Terror in Mumbai: Mehr als 20 Menschen sterben

Eine Anschlagsserie, bei der in drei Stadtteilen von Mumbai Sprengsätze explodierten, erschüttert derzeit die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Maharashtra. Über 20 Menschen kamen zu Tode, mehr als 110 wurden verletzt. Erinnerungen an die Terroranschläge des Jahres 2008 kommen hoch.

Noch steht nicht fest, wer hinter der jüngsten Anschlagsserie in Mumbai steckt. Für Innenminister Palaniappan Chidambaram ist jedoch soviel bereits klar: „Das war ein koordinierter Anschlag von Terroristen.“

Steckt die „Indische Mudschahiddin“ dahinter?

Während einige indischen Medien derzeit über eine Verwicklung radikaler Islamisten der Gruppe „Indische Mudschahiddin“ spekulieren – einige Anzeichen sprächen dafür, andere dagegen – , wurden die Sicherheitskräfte in Mumbai in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Zu ihrer Unterstützung werden Spezialkräfte aus der Hauptstadt Neu-Delhi und aus Hyderabad in der Finanzmetropole zusammengezogen. Die Polizei warnt die Bewohner via SMS: „Achtung, es hat Explosionen gegeben! Seien Sie vorsichtig, bleiben Sie zu Hause und verfolgen Sie die Nachrichten!“

Binnen einer Viertelstunde waren am Mittwoch gegen 19 Uhr Ortszeit drei Sprengsätze an belebten Plätzen hochgegangen. Einer detonierte an einer Bushaltestelle im westlichen Bezirk Dadar, zwei weitere in Zaveri Bazar, einem gut besuchten Markt mit vielen Juweliergeschäften, und nahe dem Opernhaus.

Verheerendster Anschlag 1993 mit 250 Toten

Erst im November 2008 kam es in Mumbai zu einer dreitägigen Terrorserie. Damals wurden mehr als 170 Menschen getötet. In den Augen der Regierung ist dafür die aus Pakistan heraus operierende radikal-islamische Extremistengruppe Lashkar-e-Taiba verantwortlich. Zuvor gab es im Sommer 2006 180 Tote sowie 800 Verletzte. 2003 gab es Anschläge im Stadtzentrum. 1993 fand die bisher größte Anschlagsserie statt. 250 Menschen fanden den Tod. Auch hier sollen muslimische Extremisten verantwortlich sein.

Die Suche nach weiteren Bomben dauert derzeit immer noch an.

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