Anschläge in Mumbai: Die Türkei will den Terror bekämpfen

21 Tote und mehr als 140 Verletzte: Nur drei Jahre nach den verheerenden Terroranschlägen in Mumbai ist die Stadt am Mittwoch erneut von drei Sprengstoffexplosionen heimgesucht worden. In der Türkei verurteilt man die Attacken auf das Schärfste. Doch wer dahinter steckt, ist noch immer unklar.

In einer Erklärung verurteilte das türkische Außenministerium die Terrorattacken, die sich gegen unschuldige Menschen gerichtet hätten, auf das Schärfste. Sie seien ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

Türkei will international kooperieren

Das Land werde solidarisch zu Indien und allen Ländern stehen, denen ähnliches widerfahren ist. Den Hinterbliebenen der Opfer sprach die Regierung ihr Beileid aus und versprach internationale Kooperation bei der weltweiten „Ausrottung des Terrors und des Extremismuses“.

Während der größten Anschlagsserie seit 2008, bei der 166 starben, detonierten mitten in der Hauptverkehrszeit der Metropole drei Sprengsätze an stark belebten Plätzen. Während vor drei Jahren die radikal-islamische Extremistengruppe Lashkar-e-Taiba verantwortlich gemacht wurde, gibt es jetzt keine konkreten Anhaltspunkte, wer hinter den Attacken, die sich nur Monate nach den Friedensgesprächen mit Pakistan ereigneten, stecken könnte.

Regen wäscht Beweise von den Straßen

Die polizeilichen Ermittlungen laufen derzeit in jede Richtung. „Alle Gruppen, die Indien feindlich gesonnen sind, sind auf dem Radar“, sagte Innenminister Palaniappan Chidambaram. Es werde nichts ausgeschlossen. Hinweise oder gar Warnungen habe es im Vorfeld nicht gegeben. Selbst das seit 2008 extrem erhöhte Sicherheitsaufgebot habe die im Verborgenen operierenden Terroristen nicht ausmachen können.

Durch anhaltenden Regen am Donnerstagmorgen könnten diese jedoch erschwert werden. Zwar versucht die Polizei die Tatorte mit Hilfe von Plastikplanen abzudecken. Doch Blutflecken und wahrscheinlich wichtige Beweise könnten so einfach weggewaschen werden.

Mehr hier und hier.

Lesen Sie dazu außerdem:

Wieder Terror in Mumbai: Mehr als 20 Menschen sterben

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.