Abgeschrieben: Chatzimarkakis will noch einmal ran

Die Welle der Plagiatsvorwürfe unter deutschen Politikern reißt nicht ab. Eine der jüngsten Affären spinnt sich um Europapolitiker Jorgo Chatzimarkakis. Der geht nun in die Offensive und erklärt, seine Doktorarbeit noch einmal schreiben zu wollen.

Sie alle sind – mit unterschiedlichem „Schweregrad“ – in die Fußstapfen von Karl Theodor zu Guttenberg getreten: Silvana Koch-Mehrin, Margarita Mathiopolus, Bernd Althusmann oder auch Veronica Saß. Abstreiten, aufbäumen, zurücktreten und dann klein beigeben, so das Prozedere in den meisten Fällen. Auch der FDP-Europaabgeordneten Jorgo Chatzimarkakis muss nach einem Urteil der Universität Bonn seinen vor elf Jahren erlangten Titel abgeben. Mehr als die Hälfte seiner Arbeit, die er selbst als „Grenzfall“ bezeichnet, soll aus fremden Federn stammen.

Vroniplag untersucht Promotion von Chatzimarkakis

Auf sich sitzen lassen will er das offenbar nicht. In einer Erklärung gibt er bekannt, er sei „bereit, eine erneute Doktorarbeit in Angriff zu nehmen“. Die Entscheidung der Alma Mater über die Promotionsschrift mit dem Titel „Informationeller Globalismus: Kooperationsmodell globaler Ordnungspolitik am Beispiel des Elektronischen Geschäftsverkehrs“ sei für ihn sehr bitter. „Bei aller Enttäuschung stelle ich aber erleichtert fest, dass die Universität Bonn keine Täuschungsabsicht sieht und ausdrücklich Fußnotenapparat und Literaturverzeichnis als regelgerecht ansieht“, so Chatzimarkakis weiter.

Wie schon bei seinen „Vorgängern“, so ist auch diesmal die Plattform Vroniplag aktiv. Demnach sind auf sind auf 71,58 Prozent der Seiten Plagiate zu finden.

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