Gaddafis letzter Ausweg: Er jagt Tripolis in die Luft

Falls die libysche Hauptstadt Tripolis in die Hände von Rebellen fallen würde, gäbe es für Muammar al Gaddafi nur noch eine Lösung: Er würde die Stadt kurzerhand in die Luft jagen. Das behauptet der Libyen-Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten, Mikhail Margelov.

In den russischen Medien wird derzeit berichtet, dass der libysche Ministerpräsident Baghdadi Al-Mahmudi gegenüber Mikhail Margelov geäußert haben soll: „Falls die Rebellen die Stadt einnehmen, dann werden wir sie mit einem Kugelhagel überfluten und sie in die Luft jagen.“

In den Augen des Russen keine so weit hergeholte Ankündigung. „Ich vermute, dass das Gaddafi-Regime einen selbstmörderischen Plan dieser Art hat“, so Margelov. Immerhin scheint die Lage in Libyen derzeit immer mehr einer Pattsituation zu gleichen. Der Widerstand der Rebellen scheint ungebrochen und auch die NATO, die seit Mitte März Angriffe fliegt, konnte keine Wendung herbeiführen.

Gaddafi fordert Zivilisten zum Kampf auf

Gaddafi selbst hat sich am Donnerstagabend in einer erneuten Rede an seine Anhänger gewandt. Das libysche Fernsehen veröffentlichte seine Worte als Audioaufnahme, mit denen er ein weiteres Mal die Bürger aufrief Richtung Front zu marschieren und ihren Kampf gegen „die Kreuzritter der Nato“ fortzusetzen. „Die Stunde der Schlacht hat geschlagen. Macht Euch bereit für einen Marsch auf Bengasi, um die Stadt von den Verrätern zu befreien, und auf Misrata und die Berge im Westen“, so der Diktator, der noch einmal betonte: „Wir sind da, wir bleiben hier und ich bleibe an der Seite meines Volkes.“

Libyen-Kontaktgruppe trifft sich in Istanbul

In Istanbul findet heute das vierte Treffen der sogenannten Libyen-Kontaktgruppe statt, an dem 40 Länder und Organisationen beteiligt sind. Für den Übergangsrat der Rebellen ist klar: Jede Diskussion über eine politische Lösung der Krise könne sich nur auf eine Zukunft Libyens ohne Gaddafi und seine Familie beziehen. Doch die Zeit drängt. Am 1. August beginnt der Ramadan. Zu dieser Zeit sollten möglichst keine Nato-Bomber fliegen.

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