Das FBI ermittelt: Ärger für Murdoch nun auch in den USA

Auch in den USA sollen Mitarbeiter des Medienkonzerns von Rupert Murdoch versucht haben, die Telefone von Opfern der Attentate vom 11. September 2001 abzuhören.

Von den begonnenen Untersuchungen des FBI berichten am Donnerstag die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“, Blätter die ebenfalls dem Australier Murdoch gehören.  Auch die Fox-Fernsehsender und das Boulevardblatt „New York Post“ gehören zum Konzern.

In Großbritannien hatte Rupert Murdoch am Sonntag die 167 Jahre alte Boulevardzeitung „News of the world“ wegen der ans Licht gekommenen illegalen Abhörmethoden einstellen lassen. Journalisten hatten Handys Prominenter wie der Royals aber auch des ehemaligen britischen Premierministers Gordon Brown abhören lassen. Aber auch die Telefone Hinterbliebener gefallener Soldaten und von Entführungsopfern sowie Angehörigen der Opfer der Terroranschläge auf Londons U-Bahn 2005 sollen sich unter den angezapften Leitungen befinden. Die geplante Übernahme des britischen Fernsehsenders BSkyB hat Murdoch inzwischen ebenfalls auf Eis gelegt.

Murdoch attackiert Gordon Brown

In seinem ersten Interview seit der Schließung der „News of the world“ hat Rupert Murdoch Gordon Brown scharf attackiert. Murdoch bezichtigte den ehemaligen britischen Premierminister gegenüber dem „Wall Street Journal“ der „totalen Lüge“ über angebliche korrupte Praktiken bei seinen Zeitungen. Brown hatte Murdoch vorgeworfen, News International habe „Gesetzesbruch im industriellen Maßstab“ betrieben.

Der Medienmogul sagte, Brown liege „völlig falsch“, wenn er behaupte, Murdochs britische Zeitungen hätten angeblich „bekannte Kriminelle“ benutzt, um Zugang zu seinen persönlichen Daten zu erhalten, als Labour an der Macht war. „Die Browns waren immer Freunde von uns“, bis die „SUN“ ihre Unterstützung für die Labour-Partei vor der letzten Bundestagswahl abzog, sagte er dem „Wall Street Journal“ weiter.

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