Hacker stehlen 24.000 Dokumente aus dem Pentagon

In der Türkei sind solche Angriffe bereits bekannt: Dort hatte das internationale Kollektiv Anonymous Mitte Juni offizielle türkische Internetseiten gehackt. Wie jetzt öffentlich wurde, sind Cyber-Aktivisten auch in den USA bis in die höchsten Kreise vorgedrungen.

Bereits Mitte März wurde das Pentagon Opfer eines der größten Hackerangriffe ihrer Geschichte. Wie der stellvertretende Pentagonchef William Lynn mitteilte, seien bei diesem Hackerangriff insgesamt 24.000 sensible Dokumente eines Rüstungszulieferers in die Hände ausländischer Eindringliche gelangt. Ausführlichere Angaben machte er nicht.

Doch, wie Lynn darlegt, ist das kein Einzelfall: „Die Cyberbedrohung ist akut und potenziell verheerend. Gegner suchen konstant nach Schwachstellen.“ Allein beim US-Militär müssten seinen Ausführungen zu Folge täglich 15 000 Netzwerke und rund sieben Millionen Computer vor millionenfachen Hackerangriffen beschützt werden. Jeden Tag würden zudem mehr als 60.000 neue Computerschädlinge als Bedrohung identifiziert werden.

Pentagon setzt auf internationale Zusammenarbeit

Für das Pentagon ist klar: „Kein einzelner Staat, keine einzelne Organisation kann alleine eine effektive Abwehr aufrechterhalten.“ In einem 13-seitigen Papier, das jetzt vorgestellt wurde, setzen die Amerikaner deshalb auf intensive internationale Zusammenarbeit, um so eine „kollektive Selbstverteidigung“ zu ermöglichen. Darin ist allerdings nicht die Rede von einem möglichen Cyber-Krieg gegen Feinde oder davon, derlei Attacken als Kriegshandlungen einzustufen.

90.000 Emails von Booz Allen Hamilton geklaut

Erst vor wenigen Tagen war das US-Militär von einer weiteren Attacke erschüttert worden. Dabei haben an der Aktion AntiSec beteiligte Hacker nach eigenen Angaben 90.000 E-Mail-Adressen und Passwörter von Militärangehörigen gestohlen. Die Daten sollen aus einem Einbruch beim Technologieberatungsunternehmen Booz Allen Hamilton stammen, das als Dienstleister für das US-Verteidigungsministerium tätig ist.

Mehr hier und hier.

Hier geht es zur Meldung des Pentagons.

Lesen Sie dazu außerdem:

Festnahmen in der Türkei: Cyberattacke auf Seite des Obersten Wahlausschuss vereitelt

Kurz vor der Wahl: Hackerangriff auf offizielle türkische Internetseiten

 

 

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