ADAC: Notfallpatienten werden in der Türkei nicht richtig versorgt

Der ADAC hat am Freitag noch einmal darauf hingewiesen, dass sich in der Türkei in Not geratene Urlauber im Notfall besser direkt an den ADAC wenden sollten. Der Grund: Die Behandlung sei zum Teil alles andere als optimal.

Wer im Urlaub einen Unfall erleidet, der steht oft vor schwierigen Entscheidungen. Soll er sich – je nach Schweregrad der Verletzungen – in einem hiesigen Krankenhaus behandeln lassen oder lieber gleich nach Hause fahren? Wer sind meine Ansprechpartner? Und wer bezahlt eigentlich?

Falsche Empfehlungen führen zu schlechter Versorgung

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e.V. rät hier, sich direkt an ihn zu wenden. Denn: „(…) in der Türkei wurden Notfallpatienten in den letzten Jahren durch Unwissenheit oder falsche Empfehlungen zum Teil nicht optimal versorgt. Und das, obwohl es vor Ort eine gute und geeignete medizinische Betreuung gibt.“

Jedes Jahr betreue der ADAC gut 5000 Patienten in der Türkei und stehe ihnen bei Fragen der medizinischen Versorgung, bei der Klärung von Krankenhauskosten, aber auch beim Krankenrücktransport beratend zur Seite. Für Türkei-Urlauber wurde eine eigene Hotline eingerichtet. Darüber hinaus rät der Club, sich bereits vor Reiseantritt über deutsch sprechende Ärzte am Urlaubsort sowie entsprechende Krankenhäuser zu informieren.

Jedes Jahr erkranken 400.000 Deutsche im Urlaub

Insgesamt erkranken jedes Jahr etwa 400.000 Deutsche im Urlaub. Die ärztliche Behandlung im Ausland wird dabei nicht nur durch sprachliche Probleme erschwert. Oftmals, so die Einschätzung von „Aktuellnews 24„, seien die Ärzte besonders schnell, wenn es um die stationäre Aufnahme oder gar eine Operation von Touristen gehe. Was letztlich das Richtige ist, das könnten Patienten in einer solchen Stresssituation allerdings nicht feststellen. Ratsam es sei deshalb noch vor Reiseantritt einen entsprechenden Auslandskrankenschutz abzuschließen.

Vorab-Ratschläge für einen stressfreien Urlaub gibt zum Beispiel das Portal „tuerkei.citysam.de„. Zur medizinische Versorgungssituation in der Türkei erfährt man hier: „In den größeren Städten gibt es Krankenhäuser, in denen deutsch- oder englischsprachige Ärzte arbeiten. Staatliche Einrichtungen akzeptieren normalerweise Auslandskrankenscheine der Krankenkassen. Private Ärzte muss man dagegen gewöhnlich in bar bezahlen. Dafür muss man sich eine gut lesbare Quittung ausstellen lassen, die man dann bei seiner Krankenkasse einreichen kann (deutsch oder englisch). Allerdings übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen oft nur bestimmte Behandlungskosten.“ Kleinere Beschwerden, wie Sonnenbrand, Sonnenstich oder Magenprobleme, könnten zudem durch das Einhalten einfacher Regeln vermieden werden. Auf Eis, Salate, allzu fettige Speisen oder Hackfleisch sollten Urlauber am besten verzichten. Zudem sei das Leitungswasser trotz Einsatz von Chlor bakteriell verunreinigt. Zum Verzehr, aber auch zum Zähneputzen, sollte daher auf Flaschen zurückgegriffen werden.

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