Die Türkei in Aufruhr: Reaktionen nach dem PKK-Anschlag

Seit Donnerstag trauert die Türkei um 13 Soldaten, die bei einem Gefecht zwischen türkischen Soldaten und der PKK ums Leben kamen. Die BDP steht dabei im Zentrum der Kritik.

Zu dem Angriff der PKK auf das türkische Militär kam es kurz nachdem die  Verhandlungen zwischen der AKP und der BDP in Ankara scheiterten. Die Abgeordneten der kurdischen BDP weigern sich, ihren Eid zu leisten. Damit protestieren sie gegen die Festnahme von Mitgliedern ihrer Partei.

Unmittelbar nach den Meldungen forderten verschiedene Zeitungen, keine neuen Verhandlungen mit der BDP aufzunehmen. Die BDP wird als politischer Arm der PKK gesehen. Der BDP-Vorsitzende Selahattin Demirtas erregte mit seiner Stellungnahme großes Aufsehen. Er verurteilte nicht die Terrororganisation PKK. Grund für das Geschehene sei die Politik, die nicht in der Lage sei, die Probleme in der Türkei zu lösen. Außerdem sei die BDP zu Unrecht zur Zielscheibe der Kritiker geworden.

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül erklärte, die Entwicklung der Türkei, das Reifen der Demokratie und die Lösung der Probleme störe die Terrororganisation. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erklärte: „Die PKK hat nur eine Möglichkeit. Sie müssen ihre Waffen niederlegen. Wir werden niemandem erlauben, das Land zu spalten“. Die PKK und ihr politischer Arm haben ihre wahren Absichten deutlich gemacht, so Erdogan weiter.

Wie kamen die Soldaten ums Leben?

Das türkische Militär durchkämmte schon seit dem Wochenende die Gebiete um Diyarbakir im Südosten der Türkei auf der Suche nach drei von der PKK entführten Personen. Unter ihnen waren zwei Soldaten. In einem bewaldeten Gebiet soll das türkische Militär in einen Hinterhalt geraten sein. Durch Handbomben der Terroristen soll ein Brand ausgelöst worden sein, bei dem 13 Soldaten getötet wurden. Die Nachrichtenagentur Firat berichtete dagegen, der Brand solle durch Angriffe von türkischen Militärflugzeugen entstanden sein. Die Nachrichtenagentur ist in der Türkei durch ihre Nähe zur PKK bekannt.

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