Putin-Ehrung durch Quadriga abgesagt

Das Kuratorium zieht nun doch die Konsequenzen aus der Kritik. Die vorgesehene Auszeichnung Wladimir Putins mit dem Quadriga-Preis wird nicht stattfinden. Zuvor hatten sich einzelne Jurymitglieder zurückgezogen.

Einen Quadriga Preis wird es dieses Jahr nicht geben. Nicht nur der russische Ministerpräsident Wladimir Putin wird damit nicht für seine Führungsqualitäten geehrt, auch alle anderen Nominierten müssen auf ihren Preis verzichten. Die Quadriga selbst teilte gegenüber den Medien mit sie sei „betroffen von der massiven Kritik in den Medien und Teilen der Politik an einer Entscheidung, die die bisherige Praxis der Kooperation und Verständigung aufnimmt und weiterentwickelt“ Putins Nominierung als einer der vier Preisträger 2011 habe „in einer Reihe mit bisherigen Entscheidungen, jeweils einen der vier Jahrespreise an Persönlichkeiten zu geben, die sich in besonderem Maße für die Beziehungen zum geeinten Deutschland eingesetzt haben“ gestanden.

Özdemir zur Putin-Nominierung: Unterschiedliche Einschätzungen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit

Bislang hatte die Jury trotz Kritik an der Preisvergabe festgehalten. Ein Mitglied des Kuratoriums, das mit der Auszeichnung nicht einverstanden war, war der Grünen-Vorsitzende Özdemir, der sich daraufhin zurück zog. Gemäß Özdemir gebe es unterschiedliche Einschätzungen über die Verdienste Putins für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Weitere Mitglieder des Gremiums waren Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und der frühere Außen-Staatssekretär Wolf Born.

Neben Putin waren auch die mexikanische Außenministerin Patricia Espinosa, die türkischstämmige Autorin Betül Durmaz und der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajad als Preisträger vorgesehen gewesen.

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