Koch-Mehrin fordert Doktortitel zurück

Nach der Aberkennung ihres Doktortitels durch die Universität Heidelberg legt die FDP-Europa-Politikerin Silvana Koch-Mehrin nun Widerspruch ein.

Die Aberkennung ihres im Jahr 2000 verliehenen Doktortitels will Silvana Koch-Mehrin nicht kampflos hinnehmen. Sogar eine Klage vor dem Verwaltungsgericht zieht sie Medienberichten zufolge in Betracht. Der Doktortitel war Koch-Mehrin entzogen worden, weil der Promotionsausschuss zu dem Ergebnis kam, dass ihre Dissertation „in substantiellen Teilen“ aus Plagiaten bestehe.

Gemäß „Welt Online“ hat Koch-Mehrin bei der Universität Heidelberg Widerspruch gegen die Aberkennung eingelegt. Die Frist für den Widerspruch wäre bereits Ende Juli abgelaufen. Sie ist damit die erste Politikerin, die von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch macht. Die Universität muss damit neu über den Entzug des Doktortitels entscheiden.

Die FDP-Politikerin wollte bereits unmittelbar nach dem Entzug des Titels rechtliche Schritte prüfen – die Schwächen ihrer Arbeit „Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik: Die Lateinische Münzunion 1865 – 1927“ seien dem Ausschuss bekannt gewesen. Aufgrund der öffentlichen Debatte über ihre Doktorarbeit war Koch-Mehrin als Vorsitzende der FDP im Europäischen Parlament und als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments zurückgetreten.

Lesen Sie auch:
Plagiatsvorwürfe: Hat Althusmann auch geklaut?
Abgeschrieben: Chatzimarkakis will noch einmal ran

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.