Syrische Opposition plant Sturz Assads

Die politische Opposition Syriens hat den Sturz des Regimes von Präsident Bashar Al-Assad beschlossen, aber konnte nicht die Hoffnungen mancher Mitglieder erfüllen, die sich gewünscht hatten, man werde bei der Konferenz in Istanbul eine Schattenregierung schaffen.

Die Konferenz, hauptsächlich bestehend aus rund 350 ausgewanderten Syrern, Konferenz der nationalen Rettung genannt, wählte am späten Samstag einen 25-köpfigen Vorstand. Aktivisten in Damaskus sollen zudem einen weiteren 50-köpfigen Vorstand wählen. Jeder der Vorstände würde dann kleinere Vorstände mit jeweils elf und dreizehn Mitgliedern wählen. Die Führung unter Präsident Assad sei reformunfähig und wolle jeden Protest mit Gewalt ersticken – so die abschließende Bekanntgabe nach der Konferenz. Ein friedlicher Machtwechsel sei deshalb der einzige Weg. Eine ausländische Militärintervention wurde von den Regimegegner einstimmig abgelehnt.

Das Ziel war es gewesen, gleichzeitig Konferenzen in Damaskus und Istanbul abzuhalten – aber diese Pläne zerschlugen sich, nachdem das syrische Militär den Tagungsort in der syrischen Hauptstadt angegriffen hatte. Am Freitag hatten syrische Sicherheitskräfte im Al-Kabun-Viertel den Konferenzsaal umstellt, die Vorbereitungen für die Konferenz unterbrochen und neunzehn Menschen getötet.

 

 

 

 

 

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