PKK-Anschlag: Hinterbliebene greifen Kurden an

Am vergangenen Wochenende fanden sich Hunderte von Bürgern in der gesamten Türkei zusammen, um gegen den Anschlag der Terrororganisation PKK, der am Donnerstag letzter Woche 13 Soldaten das Leben kostete, zu protestieren. Ein verärgerter Mob griff dabei auch zwei kurdische Arbeiter an.

Während die Demonstrationen vielerorts friedlich verliefen, gab es allerdings auch Orte, in denen die Proteste ganz andere Züge annahmen. In Aydın wurden zwei kurdische Arbeiter von einem verärgerten Mob angegriffen. Einer von ihnen, Feyzi Çelik, war, so stellte sich heraus, ein Cousin von Vefa Çelik. Einer der 13 Soldaten, die am Donnerstag gestorben waren.

Familien der Opfer nehmen nicht an Demos teil

Anders die übrigen Familienmitglieder der Verstorbenen: Sie stellten in einer eigenen Erklärung heraus, dass sie sich an keiner der Demonstrationen gegen den PKK-Anschlag beteiligen würden.

Demonstrationen gab es sowohl in İstanbul, Ankara und İzmir als auch in Çanakkale, Samsun, Bilecik, Kahramanmaraş, Adana, Yozgat, Kırıkkale oder auch in Bolu. In Marmaris zum Beispiel marschierte eine Gruppe von gut 100 Menschen durch die Straßen. Mit sich trugen sie türkische Flaggen, sangen Anti-PKK-Lieder und schrien Slogans, die sich gegen die USA richteten.

Biker und Taucher protestieren gegen den PKK-Anschlag

Einige Demonstraten taten sich besonders hervor. So fand sich unter den Protestierenden auch eine Gruppe von Motorradfahrern namens „Anatolische Tiger MC“. Nach einer Schweigeminute für die gefallenen Soldaten fuhren sie mit ihren Bikes durch Bandırma. Anders in Muğla. Dort entfaltete eine Gruppe von Tauchern ein Unterwasser-Banner, auf dem sie den Anschlag verurteilten.

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