Badesalz-Drogen: Die Rechtslage in Deutschland

Die in den USA kursierenden Badesalz-Drogen kennt man auch in Deutschland. Hier ist der gefährlichste Bestandteil allerdings schon seit 2010 verboten. Dennoch ist die Rechtslage schwierig.

Die in in den USA kursierenden gefährlichen Badesalz-Drogen gibt es auch in Deutschland – und das sogar schon seit 2008, wie bereits berichtet wurde. Anders als in den USA ist der gefährlichste Bestandteil, Mephedron, allerdings schon seit 2010 gemäß dem Betäubungsmittelgesetz verboten. Mephedron ist eine psychoaktive Substanz und gehört innerhalb der Gruppe der Amphetamine zu den Cathinon-Derivaten. Es wirkt euphorisierend und die Aufmerksamkeit steigernd, es macht wach, hemmt den Appetit, erhöht das Redebedürfnis und die Mobilität. Allerdings klagen Konsumenten auch über Herzrasen, Angstzustände, Niedergeschlagenheit, starkes Schwitzen, Schlaflosigkeit, getrübte Erinnerung und Schädigung der Nasenscheidewand bei häufiger nasaler Einnahme.

Zusammensetzung der Badesalz-Drogen nicht erkennbar

Weitere Bestandteile der Badesalz-Drogen können variieren. Konsumenten wissen damit einerseits nicht, was sie einnehmen und verstärken damit noch ihr persönliches Risiko – und das von anderen, wie die wahnhaften Ausschreitungen von Konsumenten in den USA gezeigt haben. Andererseits weiß man damit nie, ob man sich schon in der Illegalität befindet. Die Droge kann momentan auch in Deutschland noch legal erworben werden, natürlich nicht in einem Drogeriemarkt, wie andere Badezusätze, aber über das Internet auf einschlägigen Seiten. Illegal ist bislang nur Mephedron – Die Inhaltsstoffe der Mixtur lassen sich allerdings nicht ersehen.

Die Polizei kontrolliert Onlineshops und testet die vertriebene Ware auf psychoaktive Substanzen um gegebenenfalls einzuschreiten. Zudem wird der Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel demnächst über weitere Derivate, die häufig in der Badesalz-Mixtur nachgewiesen wurden, entscheiden – so dass diese ebenfalls bald dem Betäubungsmittelgesetz unterstehen dürften. Damit ist Deutschland den USA einen Schritt voraus – denn dort erteilen jetzt erst nach und nach einzelne Bundesstaaten Verbote. Die Rechtslage ist allerdings schwierig, da sich die Zusammensetzung immer wieder ändert. Bislang ist die Situation in Deutschland jedoch noch recht ruhig, von einem Boom wie in den USA kann keine Rede sein.

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