Wer soll für den Islam in Deutschland sprechen?

Im Zuge einer Tagung zur Islamkonferenz an der Evangelischen Akademie in Bonn haben muslimische Teilnehmer zwar die Fortschritte bei der Integration des Islam begrüßt, gleichzeitig aber auch die immer noch unklare Vertretung der Muslime in der Bundesrepublik beklagt.

Lob fand Bekir Alboga, Dialogbeauftragter der Türkisch-Islamischen Union (DITIB), für die Einrichtung islamisch-theologischer Lehrstühle. Dass die Moscheeverbände weiter nicht als Religionsgemeinschaft eingestuft würden, war ihm jedoch ein Dorn im Auge. Die geplanten Beiräte, die zur Einführung islamischen Religionsunterrichts etabliert werden sollen, sind seiner Meinung nach nur als Übergangslösung zu betrachten.

Wer nun aber tatsächlich für den Islam in Deutschland sprechen dürfe, das sei, so der Islamkunde-Lehrer Bernd Ridwan Bauknecht, auch unter den Muslimen selbst umstritten. Bisher haben sich die vier großen Moscheeverbände, darunter die DITIB, im Koordinationsrat der Muslime lose zusammengeschlossen. Die Länder erkennen diese jedoch nicht als Religionsgemeinschaft an.

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