Angriff der PKK schon vier Stunden vorher bekannt?

Nach dem Angriff auf türkische Soldaten in der Provinz Silvan gibt es neue Erkenntnisse. Die Gespräche der Terroristen über Funk sollen schon Stunden vorher abgehört worden sein.

Nach dem Tod von 13 Soldaten bei einem Gefecht von türkischen Soldaten mit der PKK kommen immer mehr Einzelheiten ans Licht. Laut der türkischen Zeitung „Zaman“ wurde nun bekannt, dass schon vier Stunden vor dem Zusammentreffen Gespräche der Terroristen aufgezeichnet wurden, in denen der Übergriff angekündigt wurde. Das Militär, die Polizei und der türkische Geheimdienst MIT hätten um 10 Uhr morgens Gespräche der Terroristen aufgezeichnet. Darunter Anweisungen wie: „Die Soldaten gehen an euch vorbei. Worauf wartet ihr?“

Das Militär blieb untätig

In der Nacht des 14. Juli gegen 1 Uhr seien mit Wärmekameras Menschen in einer Höhle entdeckt worden. Eine kleine Gruppe von Soldaten habe das Gebiet stundenlang allein durchsucht. Die geschwächten Soldaten seien nicht abgelöst worden und es sei keine weitere Unterstützung gekommen, obwohl sie anscheinend darum baten.

Gegen 14 Uhr sei folgendes aufgezeichnet worden: „Die Soldaten laufen verwirrt herum. Warum erschießt ihr sie nicht?“ Zehn Minuten vor dem Angriff habe das Militär die Soldaten vor Terroristen in der Nähe gewarnt.

Um 14.40 Uhr sei es dann zu den Übergriffen gekommen. Immer noch sei unklar, warum das Militär innerhalb der vier Stunden keine Unterstützung schickte.

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