Gerd Müller hilflos und verwirrt aufgefunden

Bayern München schlug am Montag Alarm, als Fußballlegende Gerd Müller nirgends zu finden war. Der ehemalige "Bomber der Nation" wurde 15 Stunden später in einem Zustand der Verwirrung gefunden.

Gerd Müller (65) war während eines Trainingslagers in der italienischen Stadt Trient mit den Amateuren des FC Bayern München plötzlich verschwunden und blieb für insgesamt 15 Stunden vermisst.

Als Müller nicht zu einem Treffen mit Trainer Andries Jonker und auch nicht wieder im Hotel auftauchte, habe der FC Bayern München beschlossen, ihn von der Polizei suchen zu lassen. Spieler suchten den größten Stürmer Deutschlands angeblich im Wald. Schließlich fand ihn die Polizei gegen 18.00 auf einer beliebten Straße in der Innenstadt von Trient in einem „verwirrten und desorientierten“ Zustand, wie italienische Medien berichten. Müller sei ohne Erinnerung daran gewesen, was geschehen sei.

Probleme mit Alkohol in den 80er Jahren

Müller hatte das Hotel, wo das Team weilte, am frühen Montagmorgen gegen drei Uhr Ortszeit verlassen. Dann sei er mit dem Taxi in Richtung München gefahren, habe allerdings nicht genügend Geld bei sich gehabt und habe deshalb beschlossen, vom Trienter Bahnhof aus mit dem Zug zu fahren, wie es heißt – was er sich dann wohl wieder anders überlegte.

Seine Frau Uschi reiste Berichten zufolge nach Trient, um ihn abzuholen. Beide seien dann nach München zurückgekehrt.

Müller, der den Spitznamen „Der Bomber“ trägt, ist einer der besten Stürmer aller Zeiten. Er verbrachte 15 Jahre bei Bayern München und erzielte fast 400 Tore. Nach seiner aktiven Laufbahn als Fußballer 1982 in den USA hatte Müller mit schweren Alkoholproblemen zu kämpfen, bis er 1991 eine Entziehungskur antrat. Seitdem arbeitet er beim FC Bayern München als Co-Trainer.

Müllers wichtigstes Tor war das 2:1 im Finale gegen die Niederlande zum WM-Sieg 1974:

http://www.youtube.com/watch?v=J8522vtThgY

In einem Rückblick erzählen Weggefährten von ihrer Faszination für den „Bomber“:

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