Terror in Oslo: Warum Norwegen den Dschihad fürchtet

War der Anschlag von Oslo das Werk von radikalen „Gotteskriegern“? Steckt Gaddafi dahinter? War es die erste Aktion von Al Quaida in Europa nach dem Tod von Osama bin Laden? Und wenn ja: Warum Norwegen?

Noch ist es nach Angaben der Polizei zu früh, Aussagen über die Urheber des Terrors in Oslo zu treffen. Erste Spekulation in Oslo vermuten Gaddafi hinter der Bombe. Norwegen ist Mitglied der westlichen Kampfaktionen gegen das libysche Regime.

Die Rolle Norwegens in Afghanistan sowie seine Entscheidung, Terrorismus-Klage gegen einen prominenten muslimische Geistlichen aus dem Irak zu erheben, würde dagegen für Al Quaida sprechen, mutmaßen Experten. Es sei seit einiger Zeit bekannt, dass Al Quaida Operationen aus dem Jemen an solchen Operationen arbeiten.

Aber auch radikale Dschihadisten kommen in Frage. Experten wie Thomas Hegghammer hatte kürzlich in einem Artikel darauf hingewiesen, dass Al Quaida wegen der verschärften Sicherheitsbestimmungen in Großbritannien und den USA „weichere Ziele“ aussuchen könnte – trotz der jüngsten Zerschlagung einer Al Quaida-Zelle in Norwegen

Auch mit dem Nachdruck der dänischen Karikaturen des Propheten Mohammed durch eine norwegische Zeitung 2006, der eine Reihe von Drohungen gegen das Land nach sich gezogen habe, hat sich das Land bei radkalen Terroristen nicht gerade beliebt gemacht.

Eine weitere mögliche Erklärung sei die Entscheidung der norwegischen Staatsanwaltschaft in der vergangenen Woche, Anklage gegen einen irakisch-stämmigen Geistlichen zu erheben, der norwegische Politiker mit dem Tod bedroht haben soll, falls er abgeschoben wird.

Rechte Websites haben sich jedoch bereits festgelegt: Es waren die Islamisten, der Islam bedeutet eben nicht Frieden – solches war bereits kurze Zeit nach dem Anschlag auf Youtube-Videos zu lesen.

Die Bombe war nach Augenzeugenberichten in einem Auto versteckt. Mehrere Regierungsgebäude waren durch die Explosion beschädigt worden, so auch das Büro des Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg, der jedoch unverletzt blieb.

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