Explosion in Oslo: Weitere Bomben befürchtet

Die norwegischen Behörden befürchten, dass sich weitere Bomben in der Nähe des Ortes befinden könnten, wo am Nachmittag in Oslo die Explosion stattfand.

Nach aktuellem Stand der Polizei wurden bei der Explosion nahe der Regierungsgebäude in Oslo sieben Menschen getötet und 15 weitere verletzt. Andere Quellen sprechen davon, dass noch mehrere Leichen auf den Straßen liegen und sich auch im Regierungsgebäude Tote befinden sollen. Die Polizei spricht von „einer oder mehreren“ detonierten Bomben.

Chef der deutschen Polizeigewerkschaft ruft zu erhöhter Wachsamkeit auf

In Deutschland hat derweil der Chef der Polizeigewerkschaft GdP, Bernhard Witthaut, in Folge des Anschlags zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen: „Wenn der inzwischen von den norwegischen Behörden bestätigte Bombenanschlag in Hauptstadt auf das Konto des islamistischen Terrorismus geht, ist nicht ausgeschlossen, dass auch deutsche Großstädte in Gefahr sind“, so Witthaut. Und weiter warnt er: „Terror ist Terror. Wer die von den Sicherheitsbehörden immer wieder beschworene Gefahr kleinredet, handelt verantwortungslos.“

Mehrere Regierungsgebäude waren durch die Wucht der Explosion beschädigt worden, so auch das Büro des Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg. Dieser hatte sich aber in Sicherheit bringen können und hält sich momentan an einem geheimen Ort auf.

Weiterer Angriff auf das Sommerlager der Sozialdemokraten in Norwegen

Nicht lange nach dem Anschlag in Oslo fand zudem ein Angriff auf das Sommerlager der Sozialdemokraten im norwegischen Utoya statt. Ein Mann in Polizei-Uniform habe dort wild um sich geschossen. Es befinden sich etwa 1000 Jugendliche in dem Lager. Laut Angaben des Büros von Ministerpräsident Jens Stoltenberg hatte dieser an dem Treffen teilnehmen sollen. Zwischen dem Bombenanschlag in Oslo und dem Amoklauf soll nach Angaben des staatlichen Rundfunksenders NRK ein Zusammenhang bestehen. Mindestens vier Personen wurden dabei getötet. Der Mann wurde festgenommen.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.