Jugendlager Utoya: Es war ein Massaker!

Die Behörden befürchten bis zu 30 Tote bei einem brutalen Angriff auf ein Jugendlager in der Nähe von Oslo. Die Polizei geht davon aus, dass die Anschläge zusammenhängen.

Am Nachmittag in Oslo: Mindestens sieben Tote fordert ein brutaler Bombenanschlag im Regierungsviertel von Oslo. Eine Explosion erschüttert das Zentrum der Stadt. Mindestens zwei Menschen schweben noch in Lebensgefahr. Die Polizei fürchtet weitere Bomben in der Stadt. Das Land steht unter Schock.

Dann am frühen Abend die nächste Schreckensmeldung. Auf ein Jugendlager der Sozialdemokraten in Utoya, einem kleinen Ort im Nordwesten von Oslo, hat es ebenfalls einen Angriff gegeben. Ein als Polizist verkleideter Mann schießt wahllos in eine Menschenmenge. Das ganze Ausmaß wird erst langsam sichtbar: Als die Rettungskräfte in das Lager kommen, müssen sie erkennen, dass hier ein Massaker stattgefunden hat. Augenzeugen berichten von schrecklichen Szenen. 20 bis 30 Tote befürchten die Behörden. Der Täter wird festgenommen. Über seine Identität und seinen Hintergrund wird zunächst eine Nachrichtensperre verhängt.

Eines gibt die Polizie jedoch bekannt: Die beiden Terrorakte sind von demselben Täterkreis verübt worden. Wer genau dahintersteckt, ist weiter unklar. Die Behörden schließen einen rechtsradikalen Hintergrund aus. In den vergangenen Tagen hatte es jedoch zahlreiche Drohungen wegen eines irakischen Hasspredigers gegeben, gegen den die Norweger Anklage erhoben haben. In Norwegen herrschen strenge Mediengesetze, die Vorverurteilungen bestrafen.

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