Norwegen: Einzeltäter tötete über 80 Menschen

Bei dem Amoklauf eines Mannes auf das norwegische Jugendlager Utoya starben mindestens 80 Menschen. Nach Angaben der Polizei stammt der Täter aus der rechten Szene. Bereits zuvor soll er die Bombe in der in der Innenstadt Oslos gezündet haben, durch die sieben Menschen starben.

Bei dem Täter, der beide Anschläge verübt haben soll, handelt es sich laut Polizei um einem 32 Jahre alten Norweger. Verschiedene norwegische Medien nennen bereits einen Namen: Anders Behring Breivik. Die Polizei hat diesen zwar bislang nicht bestätigt, ein Überlebender jedoch glaubt, die von den Fernsehstationen NRK und TV2 und anderen Medien veröffentlichten Bilder des Mannes, die von seinem Facebook-Profil stammen sollen, erkannt zu haben. Demnach war der mutmaßliche Täter Inhaber einer kleinen Firma für Agrarprodukte und soll bereits als bekenndender Nationalist zuvor aufgefallen sein, schreibt die norwegische Zeitung „VG“.

Nachdem er nach aktuellen Erkenntnissen am Nachmittag die Bombe in Oslo zur Explosion gebracht hatte, war er  zu der knapp eine Autostunde entfernten Insel Utoya gefahren und hatte sich in Polizeiuniform und unter dem Vorwand Zugang zu dem  sozialdemokratischen Ferienlager verschafft, einen Sicherheitscheck durchführen zu wollen. Dann begann er, auf die Jugendlichen zu schießen.

Auf der Insel hielten sich zum Zeitpunkt etwa 700 Jugendliche auf. Ein überlebender Jugendlicher berichtet gegenüber CNN: „Ich und zwei andere lagen auf den Körpern der Toten und haben überlebt, weil wir uns tot stellten. […] Ich konnte seinen Atem spüren. […] Ich hörte seine Stiefel.“ Andere Jugendliche versuchten sich zu retten, indem sie ins Wasser sprangen und in Richtung Festland schwammen. Auch Sprengstoff wurde auf der Insel gefunden. Der Mann wurde von der norwegischen Polizei festgenommen und wird derzeit verhört.

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.