Täter von Oslo hatte Attentat seit zwei Jahren geplant

Mit seinem Doppelanschlag am vergangenen Freitag hat Anders Behring Breivik die gesamte norwegische Nation traumatisiert. Insgesamt 98 Menschen sind inzwischen im Zuge seiner Taten gestorben. Jetzt wird bekannt, seine schrecklichen Taten waren von langer Hand geplant.

Anders Behring Breivik war offenbar vollends von seinem Vorhaben überzeugt. Und er habe beide Taten in Oslo sowie auf der Insel Utoya allein geplant und durchgeführt, so sein Anwalt Geir Lippestad. Dies entkräftet die Vermutung einiger Augenzeugen, die einen Mittäter ausgemacht haben wollten. „Grausam, aber notwendig“ soll das gewesen sein, was er am vergangenen Freitag im Regierungsviertel von Oslo und wenig später auf der kleinen Ferieninsel Utoya anrichtete. Das habe er nun im Zuge der polizeilichen Vernehmungen erklärt.

Breivik  wollte Europa vor der Islamisierung retten

Nur Stunden vor den Taten soll er zudem ein „Manifest“ im Internet veröffentlicht haben, in dem das Geschehene angekündigt wird. Auf sagenhaften 1500 Seiten legt er, so berichtet der norwegische  TV-Sender NRK, seinen Plan zur „Rettung Europas vor dem Kulturmarxismus und der Islamisierung“ dar. Der Titel: „2083. A European Declaration of Indepence“ („2083. Eine europäische Unabhängigkeitserklärung“). Darin wird auch deutlich, dass er seine Taten offenbar bereits seit gut zwei Jahren geplant hatte. „Ich werde als das größte (Nazi-)Monster beschrieben werden, das es seit dem Zweiten Weltkrieg gegeben hat“, so Breivik. Auch ein zwölf Minuten langes Video auf YouTube hatte es gegeben, das ihm zugeordnet wird.

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Während er sich auf der einen Seite breit im Internet erklärt, macht er es auf der anderen den Ermittlern nicht gerade einfach, Genaueres von ihm zu erfahren. „Es ist ausgesprochen schwer für mich, eine vernünftige Zusammenfassung von dem zu geben, was er in dem Verhör gesagt hat“, so Lippestad. Lediglich die Täterschaft habe er am vergangenen Samstag eindeutig zugegeben. Und weiter: „Man hat ihm das unglaubliche Ausmaß des Schadens und die Zahl der Toten erklärt. Seine Reaktion war, dass er die Ausführung der Tötungen als grausam, aber in seinem Kopf als notwendig erachtete.“ Zum Motiv wollte sich der Anwalt nicht weiter äußern. Erst am Montag will er detaillierter Stellung dazu nehmen.

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