Neue Unruhen in Kairo: Rund 300 Menschen verletzt

In der Nacht zum Sonntag kam es in der ägyptischen Hauptstadt Kairo erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sympathisanten der derzeitigen Militärregierung. Fast 300 Menschen kamen bei dem Versuch vor das Verteidigungsministerium zu ziehen zu Schaden.

Um ihrem Unmut über die in ihren Augen zu langsam fortschreitenden Reformen in Ägypten Luft zu machen, zogen am vergangenen Samstag rund 5000 Demonstranten vor den Sitz des Militärrates. Mit Slogans wie „Nieder mit der Militärherrschaft“ oder „Das Volk will den Sturz des Feldmarschalls“ erklärten sie, was sie von der derzeitigen Regierung halten.

Demonstranten wurden mit Brandsätzen angegriffen

Seit Februar dieses Jahres leitet er die Geschicke des Landes, das sich im Zuge hartnäckiger Proteste von seinem ehemaligen Präsidenten Husni Mubarak befreit hatte. Jetzt scheint es für sie so, als ob die Generäle wichtige Polizei- und Justizreformen schlicht verschleppen würden. Am Abend wurden sie nun an der christlichen Abbasija-Kathedrale durch Warnschüsse von Soldaten aufgehalten. Augenzeugen zufolge sollen sich von der Armee aufgehetzte Anwohner auf die Demonstranten gestürzt und diese mit Molotow-Cocktails, Messern und Stöcken attackiert haben. Die Sicherheitskräfte sollen dem tatenlos beigewohnt haben.

Fast 300 Menschen wurden bei der wüsten Straßenschlacht verletzt. Gut 200 mussten ein Krankenhaus aufsuchen. Einschüchtern ließe sich die Ägypter auch diesmal nicht. Am Sonntag setzten Tausende ihre Protestaktionen fort. Bereits vor drei Wochen hatten  Aktivisten zu einem zweiten Teil der Revolution aufgerufen und campierten erneut auf dem Tahrir-Platz im Herzen Kairos.

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