Stiefbruder von Norwegens Prinzessin Mette-Marit auf Utoya getötet

Unter den 93 Menschen, die Anders Behring Breivik in Norwegen tötete, ist auch der Stiefbruder der Kronprinzessin Mette-Marit.

Auch der norwegische Königshof ist von dem Massaker von Norwegen betroffen. Der Stiefbruder der Kronprinzessin Mette-Marit, Trond Berntsen, Sohn ihres 2008 verstorbenen Stiefvaters, wurde getötet. Der 51jährige Polizist, der sich privat im Sommerlager befunden hatte, wollte seinen zehnjährigen Sohn schützen und kam dabei selbst ums Leben. Mette-Marits Gedanken seien bei der nahen Familie ihres Stiefbruders, so eine Palastsprecherin gegenüber dem norwegischen Tagesblatt „Dagbladet„.

Attentäter vor Gericht: Öffentliche Anhörung oder nicht?

Der Fall kommt nun vor Gericht. Ein Richter wird darüber entscheiden ob die Anhörung öffentlich sein wird oder ob die Öffentlichkeit ausgeschlossen bleibt. Anders Behring Breivik hat die Bombenlegung in Oslo und das Massaker im Jugendcamp mit insgesamt 93 Toten und mindestens 96 Verletzten zugegeben. Dennoch glaubt er, dafür rechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden zu können. Wie er gegenüber seinem Anwalt gesagt habe, wolle er sich öffentlich erklären, teilte dieser mit. Die Behörden sehen darin eine Gefahr, dass Breivik die Gelegenheit als Plattform für seine rechtsradikale Propaganda nutzen könnte. Sorge besteht vor allem darin, dass Gleichgesinnte zu Nachahmungstätern werden könnten, wie dies bereits in der Vergangenheit bei Massakern an Schulen der Fall war.

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Breivik soll seine Attentate Jahre lang geplant haben. Seine Taten beschrieb er als „grausam aber notwendig“. Norwegen wird um 12 Uhr Ortszeit eine Schweigeminute für die Opfer einlegen.

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