Zimmermädchen über DSK: „Wegen ihm nennen sie mich Prostituierte“

Das Zimmermädchen Nafissatou Diallo, das den ehemaligen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn der versuchten Vergewaltigung bezichtigt, hat sich nach Monaten des Schweigens erstmals öffentlich zu Wort gemeldet. Sie schildert den Hergang der mutmaßlichen Tat aus ihrer Sicht.

Nafissatou Diallo: „Ich will, dass er ins Gefängnis geht“

Nafissatou Diallo berichtet in einem „Newsweek„-Interview, Strauss-Kahn sei nackt gewesen, als sie das Hotelzimmer im Sofitel Hotel in Manhattan betrat. Er habe die Tür zu seinem Hotelzimmer geschlossen und versucht, sie zum Oralverkehr zu zwingen. „Wegen ihm nennen sie mich eine Prostituierte“, so Diallo, der unterstellt wurde, sie biete Sex für Geld an. „Ich will, dass er ins Gefängnis geht. Ich will, dass er weiß, dass es Dinge gibt, bei denen man nicht seine Macht oder sein Geld nutzen kann.“ Sie sei „nervös“ und „verängstigt“ gewesen, als sie das Hotelzimmer schließlich verlassen konnte.

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Am 14. Mai hatte sie gegen Strauss-Kahn Anzeige erstattet. Dieser wurde daraufhin in New York des sexuellen Missbrauchs und der versuchten Vergewaltigung angeklagt – bekannte sich aber nicht schuldig in allen Anklagepunkten. Die Glaubwürdigkeit von Nafissatou Diallo war von Dominique Strauss-Kahns Anwälten stark in Frage gestellt worden, besonders als Gerüchte auftauchten, sie habe Kontakte zum kriminellen Milieu gepflegt.

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