USA: Türkei soll sich wieder Armenien annähern

Die USA setzen Ankara unter Druck, die Beziehungen mit Jerevan, Hauptstadt von Armenien, wieder aufzunehmen. Die Verhandlungen zwischen Aserbaidschan und Armenien bezüglich der Bergkarabach-Region sind gescheitert und stehen so auch einer türkisch-armenischen Versöhnung im Weg.

Nach den gescheiterten Gesprächen zwischen Armenien und Aserbaidschan bezüglich der von beiden Seiten beanspruchten Bergkarabach-Region soll sich nun die Türkei  wieder Armenien annähern, so die USA. US-Außenministerin Hillary Clinton sagte am 16. Juli bei einem Besuch in der Türkei: „Der Zeitpunkt für eine Normalisierung ist genau richtig. Etwas Antrieb, um den Prozess zum Laufen zu bringen, um [ihm] Schwung zu geben, wäre wünschenswert.“

Die türkisch-armenische Versöhnung war von Aserbaidschan blockiert worden. Das Land drohte indirekt, die Versorgung der Türkei mit natürlichem Gas zu unterbinden und stattdessen Russland als Haupt-Energiepartner zu bevorzugen. Die Türkei und Armenien haben zwei Protokolle unterzeichnet, um die Beziehungen zu normalisieren und die Grenzen zu öffnen, die seit den frühen 1990ern bestanden hatten. Doch keines der Länder konnte dem Abkommen wirklich nachkommen.

Versöhnung zwischen Aserbaidschan und Armenien auch für türkisch-armenische Versöhnung wichtig

Die Türkei sagte, die Verhandlungsprotokolle könnten nur in Kraft treten, wenn Armenien und Aserbaidschan sich bezüglich der Bergkarabach-Region einigen. Die Hoffnungen auf eine Einigung wurden zunichte gemacht, nachdem Aserbaidschan in Kazan ein Übereinkommen zurückwies und die Einstellung Armeniens kritisierte.

Die Bergkarabach-Region ist offiziell ein Teil Aserbaidschans, ist aber seit 1994 von Armenien besetzt. Obwohl das Gebiet international als Aserbaidschan zugehörig betrachtet wird, hat die Enklave sich selbst als unabhängige Republik ausgerufen, die aber de facto von Armenien aus regiert wird.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.